Hilfe für die Ukraine gebündelt

Groß ist jedesmal die Freude der Kinder in den Heimen, wenn sie bei den Hilfstransporten mit Süßigkeiten bedacht werden. Bilder: frd
Lokales
Oberviechtach
10.11.2015
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Die "Hilfe für die Ukraine" soll noch besser gebündelt werden. Deshalb schließt sich der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine, Altlandkreis Oberviechtach e. V." dem Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern" an.

Schon bei der letzten Jahreshauptversammlung des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine, Altlandkreis Oberviechtach e. V." stand eine mögliche Auflösung auf der Tagesordnung. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zur Post" blendete Vorsitzender Wilfried Neuber noch einmal auf die Anfänge des Oberviechtacher Vereins zurück, wobei die Idee zur Gründung beim Christkindlmarkt 1990 entstanden ist.

1993 gegründet

Die Vereinsgründung erfolgte aber erst am 3. Februar 1993. In der Gründungsversammlung wurde Wilfried Neuber zum Gründungsvorsitzenden gewählt worden; dieses Amt bekleidet er auch heute noch. Höhepunkte der Aktivitäten in diesen 22 Jahren waren mehrere Hilfstransport in die Ukraine, wobei die Stadt Rivne mit 250 000 Einwohnern immer das Ziel war. In guter Erinnerungen bleiben die Kindererholungen im AWO- Heim in Obermurach, Erholungsaufenthalte von einzelnen kranken Kindern, der Besuch des Ärztechors und einer Polizeidelegation der Stadt Rivne in Oberviechtach und kostenlos arrangierte Operationen von Menschen aus der Ukraine, die sich diese nicht hätten leisten können sowie Aufenthalte der Kinderfolkloregruppe "Polisyanoschka" 1994 und 2010 und noch viele andere Aktivitäten.

Viele Mitglieder waren bei den Ukrainefahrten mit dem Bus dabei. Dabei wurden viele Freundschaften geschlossen und die Patenschaft zwischen Rivne und der Stadt Oberviechtach mit Leben erfüllt. Wilfried Neuber selbst war der große Motor der Ukrainehilfe. Bei seinem 50. Geburtstag hatte er auf Geschenke verzichtet und der Ukrainehilfe alleine 18 350 Euro an Spendengeldern zur Verfügung gestellt. Auch zu weiteren runden Geburtstagen hatte er Spenden in beträchtlicher Höhe zur Verfügung gestellt.

Sieben Pioniere

Pioniere waren neben Wilfried Neuber der unermüdliche Josef Breszinsky, Siegfried Petrasch, Adolf Zinkl, Dr. Franz-Josef Dickerhof, Arnold Pickl und Ludwig Grundler. Neben vielen anderen Unterstützern haben sie den Verein über viele Jahre hinweg mit Leben und Aktivitäten erfüllt. Neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Christa Zapf war auch der Vorsitzende des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern", Anton Grauvogl mit Gattin Melitta anwesend, die beide über das ganze Jahr hinweg mit Organisationsmaßnahmen für die Ukrainehilfe beschäftigt sind. Ausführlich berichtete Grauvogl über die Transporte in den Jahren 2013, 2014 und 2015, die bestätigt haben, dass gerade durch die derzeitigen Kriegshandlungen in der Ukraine, humanitäre Hilfe nötiger denn je ist.

Grauvogl hat in den vergangenen Jahren ein gutes "Netzwerk der Hilfe" auch in größere Städte aufgebaut und gute Kontakte zu Krankenhäusern, Altenheimen oder zu anderen Organisationen geknüpft, die großzügig und unbürokratisch Hilfsgüter in großer Menge zur Verfügung stellen. So hat alleine Asklepios medizinisches Gerät und Verbandmaterialien im Wert von über 30 000 Euro bereitgestellt.

Beim wichtigsten Tagesordnungspunkt, der "Vereinsauflösung" waren sich alle Mitglieder nach einer längeren Diskussion einig, dass es sinnvoll wäre den Verein aufzulösen und sich dem Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern" anzuschließen. Weiterhin wurde beschlossen, dass diesem Verein für die Hilfstransporte der vergangenen drei Jahre jeweils 500 Euro, also 1500 Euro insgesamt nachträglich zur Verfügung gestellt werden. Die Auflösungsversammlung wird zeitnah stattfinden.
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