Im Brückenland Heimat gestaltet

LAG-Vorsitzender Bürgermeister Alois Böhm (links) verabschiedete den LAG-Manager Manuel Lischka nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit für das "Brückenland". Bild: Köppl
Lokales
Oberviechtach
14.08.2015
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Die Zusammenarbeit war geprägt von Offenheit, Loyalität, Sachkenntnis und Kompetenz. Die Rede ist von Manuel Lischka, der nach fünf erfolgreichen Jahren als Regionalmanager im "Brückenland Bayern-Böhmen" neue Herausforderungen als IHK-Geschäftsführer sucht.

Die 46. Regionalkonferenz der Bürgermeister der zwölf "Leerstands-Kommunen" der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Brückenland Bayern-Böhmen" in Altfalter bildete den passenden Rahmen, um Manuel Lischka offiziell zu verabschieden und vor allem Danke zu sagen. "Der Abschied schmerzt und bedeutet eine Zäsur", waren sich alle einig, die in den Landgasthof Schieder gekommen waren.

Rund fünf Jahre

LAG-Vorsitzender Bürgermeister Alois Böhm blendete auf den September 2010 zurück, als Manuel Lischka unter 25 Bewerbern ausgewählt worden war, um die Nachfolge der damaligen LAG-Geschäftsführerin Dr. Veronika Hofinger anzutreten. "Deine Qualifikation mit dem Bohemicum war äußerst hilfreich im Blick auf die Zusammenarbeit mit den tschechischen Mitgliedsgemeinden", so Alois Böhm.

Die fünf Jahre als Geschäftsführer und LAG-Regionalmanager waren geprägt von der Projektarbeit mit den Gemeinden und sonstigen Trägern, von der Erschließung unterschiedlichster Fördertöpfe, vom Leitprojekt "Leerstandsoffensive", der Bewerbung im EFRE-Förderprogramm und der Überleitung der LAG in eine ILE-Region.

Der LAG-Vorsitzende bescheinigte Lischka bei der Zusammenarbeit mit dem LAG-Vorstand, mit Mitgliedsgemeinden und Projektträgern "Offenheit, Hilfsbereitschaft, Loyalität, Sachkenntnis und Kompetenz", wobei stets optimale Lösungen gefunden wurden.

Neue Herausforderungen

"Der Familienname Lischka (Fuchs) war auch kennzeichnend für die Arbeitsweise", scherzte Alois Böhm. Für die neue Herausforderung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) im Landkreis Schwandorf wünschte er viel Erfolg und überreichte als Abschiedsgeschenk eine Uhr - ein keramisches Unikat des Altfalterer Künstlerehepaars Lois und Erika Wegerer.

Die Uhr, so der Vorsitzende, solle Symbol für die aufgeopferte Zeit sein und die 12 Türme darauf entsprechen der Zahl der LAG/ILE-Mitgliedsgemeinden, seien aber kein Symbol für Kirchturmpolitik. "Die haben wir in der LAG nie gemacht", unterstrich Alois Böhm. Manuel Lischka blendete auf ein "gut bestelltes Haus" zurück, das er vor fünf Jahren von Dr. Veronika Hofinger übernehmen konnte.

"Mir hat es immer großen Spaß gemacht, an der Mitgestaltung meiner Heimatregion mitarbeiten zu dürfen", bekundete Manuel Lischka und dankte für das stets gute Miteinander und die Unterstützung. Er bleibt der LAG nicht nur als Mitglied erhalten. In seiner neuen Funktion als IHK-Geschäftsführer für den Landkreis Schwandorf werde es weiterhin Schnittpunkte mit den Kommunen geben. Weitere Themen waren das 170-seitige ILSEK (Integriertes Ländliches und Städtebauliches Entwicklungskonzept), das sich im Endstadium befindet und zur Bewerbung als ILE-Region (Integrierte Ländliche Entwicklung) dient.

Übergang zur ILE

Details dazu erläuterten Diplomingenieur Jens Gerhardt vom Stadtentwicklungsbüro u.m.s und Landschaftsarchitekt Gottfried Blank. Freude herrschte darüber, dass die Regierung der Oberpfalz zur Verstetigung der Leerstandsoffensive weitere förderfähige Kosten von 40 000 Euro bewilligt hat. Die Maßnahmenschwerpunkte werden demnächst abgestimmt. Freude und Verärgerung lagen allerdings nicht weit auseinander.

Alle anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister drückten ihre Enttäuschung darüber aus, dass im EFRE-Wettbewerbsverfahren IRE lediglich die Projekte "Zentrum für Natur und Umwelt" Guteneck sowie das "Zentrum für Baukultur und Denkmalpflege" im Thammer-Anwesen in Winklarn den Zuschlag der Obersten Baubehörde für die Projektförderung erhalten haben. Die große Unzufriedenheit mit dem gesamten Wettbewerbsverfahren wollen die Kommunalvertreter nicht einfach so schlucken.
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