Im Dorfleben fest verankert

Lokales
Oberviechtach
26.11.2014
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Angefangen hat es Mitte der 80er Jahre mit einer eingeschworenen Jugendclique. Immer weiter reifte der Entschluss zur Vereinsgründung, die 1989 in Dieterskirchen stattfand. Der Name "EST" wurde dabei eher zufällig aus einer Bierlaune heraus geboren.

Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum organisierte der "Eigelsberger Stoßtrupp" (EST) am Samstag ein großes Familienfest im Feuerwehrhaus. Auch die zweite Bürgermeisterin Christa Zapf und Altbürgermeister Wilfried Neuber waren anwesend. Beeindruckend war die Rückschau auf die Vielfalt der unterschiedlichsten Aktivitäten in diesem Vierteljahrhundert, die Vorsitzender Manfred Aschenbrenner im Zeitraffer in Erinnerung brachte.

Eingeschworene Clique

Angefangen hat alles bereits Mitte der 80er Jahre, als eine eingeschworene Jugendclique sich immer wieder in benachbarten Ortschaften traf und dabei die Aufmerksamkeit durch ihre gesanglichen Eigenschaften auf sich zog. Immer weiter reifte somit der Entschluss zur Vereinsgründung die schließlich 1989 in Dieterskirchen stattfand. Ungeplant ging es zunächst durch das erste Vereinsjahr, wobei sich dann vor allem in Eigelsberg fast von selber Aktivitäten anboten, welche die zunächst noch eine handvoll Mitglieder bereitwillig annahmen.

So entstand schon mal der Entschluss, sich um die mit Müll und Unrat verschmutzte Umwelt anzunehmen und man säuberte am Karsamstag 1990 rund um das Dorf erstmals und seitdem jährlich die verschandelten Fluren. Seit einigen Jahren ist dabei auch der Handballverein mit im Boot. Schon bald häuften sich derartige Aktionen wie zum Beispiel im Jahr 1991 die Fertigung von Nistkästen für gefährdete Vogelarten und der Bau von Blumentrögen zur Ortsverschönerung. Ganz oben standen auch die Geselligkeit und die Pflege der Gemeinschaft bei Wanderungen, Ausflügen, Hüttenwochenenden, Schießabenden, Grillfesten und dem Winterbiwak.

Ganz spontan entstanden kurzfristig bei passender Witterung die beliebten Marterlfeste. Auch sportlich entwickelte sich der EST weiter und ließ sich beim Fußball mit Mannschaften befreundeter Vereine ein und beim Preisschafkopf reichte oftmals der vorhandene Platz im Feuerwehrhaus nicht aus. So auch beim beliebten Weinabend. Eine wichtige Aufgabe übernahm der Eigelsberger Stoßtrupp mit der Patenschaft für den Kinderspielplatz, der zweimal im Jahr in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft pflegerische Maßnahmen erfährt; der Rasen wird regelmäßig gemäht.

Bei all diesen Aktivitäten erfolgte immer die Einbindung von anderen Vereinen und von Jung und Alt. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Eigelsberger Feuerwehr klappte vom ersten Tag an die ganzen 25 Jahre hervorragend, so dass die anfänglichen Bedenken bei der Feuerwehr schon bald gegenstandslos wurden. Dabei war und ist eine Charakterisierung des Vereins in eine bestimmte Richtung - ob kulturell, sportlich, gesellschaftlich, umweltschützend oder gemeinnützig - gar nicht möglich. "Es wird von jedem Thema etwas geboten", betonte Aschenbrenner zum Schluss seiner Chronologie.

Der Vorsitzende der Feuerwehr, Ludwig Berger, gratulierte dem Verein und würdigte dabei die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen EST und Feuerwehr. "Mit all den genannten Aktionen hat der Verein Spuren hinterlassen und Kraft und Stärke bewiesen". Daher könnte er sich vorstellen, den EST nicht nur als "Eigelsberger Stoßtrupp" zu betiteln, sondern auch mit dem Zusatz "Ein starker Verein". Als Zeichen der Zusammengehörigkeit und Freundschaft übergab er als Jubiläumsgeschenk der Feuerwehr zwei Fässer Bier.

Dank der Stadt

Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf bedankte sich namens der Stadt für die geleisteten Dienste in Zusammenhang mit der Spielplatzpflege, der jährlichen Umweltaktion und dem Erhalt des Brauchtums. Bei all diesen schon bewiesenen Aktionen, kann man erwartungsvoll in die Zukunft schauen, betonte Zapf. Als Dankeschön überreichte sie an den EST-Vorsitzenden ein kleines "Flachgeschenk". Dafür bekam sie allerdings auch den Auftrag zum Anzapfen des ersten Bierfasses.

In richtiger Feierlaune ging es dann weiter mit einem leckeren Festessen, das der Verein den geladenen Gästen spendierte. Im weiteren Verlauf gestalteten die Kirwamusikanten "Die Allerscheynst'n" einen fetzigen Stimmungsabend.
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