Im Idealfall mit Europa

Lokales
Oberviechtach
19.06.2015
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Europapolitik bringt sogar Vorteile für Handy-Nutzer. Das haben Schüler des Ortenburg Gymnasiums von Europa-Abgeordnetem Albert Deß gelernt. Sie erfuhren auch, durch welchen Zufall der Neumarkter Abgeordnete einst in die Politik kam.

Innerhalb kurzer Zeit war der Europa-Abgeordnete Albert Deß zweimal in Oberviechtach. Nach dem Besuch der Festspielpremiere an Fronleichnam diskutierte er jetzt mit den Schülern der 10. Jahrgangsstufe des Ortenburg-Gymnasiums aktuelle Fragen zu Europa. Bei seiner Vorstellung verriet der Politiker, dass bereits in jungen Jahren seine Europa-Begeisterung geweckt wurde, als er als Sieger eines Quiz-Wettbewerbs "Europa vor Ort" erleben durfte.

Die Einladung an den Neumarkter Abgeordneten war von Studienrätin Martina Lang ausgegangen. Die Fachbetreuerin für Sozialkunde begrüßte nun zusammen mit Schulleiter Günter Jehl auch die Büroleiterin und stellvertretende Landrätin von Neumarkt, Heidi Rackl, an der Schule. Lang wollte die Veranstaltung als Nachtrag zum Europatag im Mai verstanden wissen.

Chance für Frieden

In der Begegnung mit jungen Franzosen ist Deß schon frühzeitig klar geworden, dass eine Zusammenarbeit der europäischen Staaten die einzige Möglichkeit ist, langfristig Frieden und Sicherheit für Europa zu erreichen. Um diese Ideale erhalten zu können, sei angesichts des Erstarkens von rechten und linken Parteien bei den letzten Wahlen zum Europaparlament eine Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte unbedingt notwendig. Die Begeisterung für die europäische Idee war dann auch während des Vortrags spürbar. Es könnten viele Dinge auf europäischer Ebene geregelt werden, beispielsweise die Roaming-Gebühren bei der Nutzung der Mobilfunknetze. Eine Regelung der EU erspare es den Mitgliedsstaaten, einzelne Verträge miteinander zu schließen.

Bei seiner Arbeit als Agrarpolitischer Sprecher der EVP und im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung kann Deß auf Erfahrungen im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb zurückgreifen. Sprachbarrieren spielen im Europäischen Parlament keine große Rolle, da zum einen auf Übersetzer zurückgegriffen werden kann und zum anderen viele Abgeordnete Deutsch sprechen.

Im Anschluss stellten die Schüler eine Vielzahl von Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen. So ging es beispielsweise um die Anzahl der Frauen im Europäischen Parlament oder um das geplante Freihandelsabkommen mit den USA. Den in Zusammenhang mit Europa oft kritisierten Mangel an Transparenz entkräftete der Abgeordnete mit dem Hinweis auf die vielfältigen Informationsmöglichkeiten im Internet. Im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik wurde deutlich, dass ein grundsätzliches Umdenken in der Entwicklungshilfe notwendig ist.

Fahne als Mitbringsel

Zum Schluss überraschte der Abgeordnete die Schüler und Lehrer mit der Überreichung einer Europa-Fahne. Oberstudiendirektor Günter Jehl gab dem Gast das Jubiläumsbuch "50 Jahre Ortenburg-Gymnasium" mit auf den Weg.
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