In der Messe Gott geschenkt

Ein "handfestes" Geschenk wollte Stadtpfarrer Alfons Kaufmann (links) Kaplan Konrad Maria Ackermann (rechts) mit auf den Weg geben: eine Statue, die Johannes den Täufer darstellt. Bild: nid
Lokales
Oberviechtach
07.08.2015
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In herzlicher Weise verabschiedeten sich die Pfarrangehörigen von Kaplan Konrad Maria Ackermann. Der Bischof hat seinen weiteren Weg zum Studium nach Rom vorgegeben. Bei seiner Predigt beschwor er die Zuhörer geradezu in seinen spirituellen Empfehlungen.

Der Kaplan feierte den Abschlussgottesdienst in Konzelebration mit Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Pater Alfons Brunner in der voll besetzten Kirche. In der Predigt ging er auf einen ihm erteilten Ratschlag ein: "Wenn du zum Priester geweiht bist, dann weihe dein ganzes Priestertum der Mutter Gottes". Diese Aussage habe ihn sehr berührt.

In Dankbarkeit

Schon vor seiner Geburt habe ihn seine Mutter bei einem schweren Schicksalsschlag der Mutter Gottes geweiht. Und so wolle er diese voraussichtlich letzte Predigt hier in tiefer Dankbarkeit der Gottesmutter Maria widmen und in den Lobpreis für sie einstimmen. Ackermann weiter: "Als Priester war es mein sehnlichster Wunsch die Menschen immer wieder auf den verborgenen Schatz der Beichte hinzuweisen. So will ich Ihnen heute noch ein letztes Mal zurufen: Probieren Sie es doch einmal aus, gehen Sie zur Beichte. Sie können nur gewinnen. Als Priester durfte ich ihnen in der heiligen Messe Gott schenken. Wenn Sie mich vergessen, haben Sie nichts verloren. Wenn Sie Gott vergessen, haben Sie alles verloren", sagte er.

Dankbar blicke er auf die vielen Menschen zurück, die ihm Gott über den Weg geschickt habe. Hier hob er ganz besonders Stadtpfarrer Alfons Kaufmann hervor. Dieser dankte am Ende des, mit "Großer Gott wir loben dich" und "Wunderschön prächtige" abgeschlossenen Gottesdienstes dem scheidenden Kaplan: "Du hast in den vier Jahren eine große Visitenkarte hinterlassen. Das werden wir nicht vergessen. Was du uns vermittelt hast, das hast du auch gelebt. Du bist ein lebendiges Zeugnis für deine Botschaft; du bist ein authentischer Priester".

Kaufmann schenkte ihm im Namen der Seelsorgeeinheit Oberviechtach, Pullenried und Wildeppenried eine große Holzfigur, "unseren Johannes der Täufer". Diese Figur sei auch ein Symbol für Ackermanns Dienst in der Pfarrei. "Du hast auf Jesus Christus hingewiesen und immer wieder gezeigt, wie sehr du selber diesen Jesus liebst und wie wertvoll der Glaube ist". Ein langer Zug bewegte sich nachher, angeführt vom KF-Spielmannszug, in den Garten des Pfarrheims. Mit Geschenken überraschten ihn die Ministranten. Und mit vielerlei guten Wünschen der Minis und je einer Rose schwoll der Blumenstrauß in seiner Hand an. Thomas Schwingl sprach die Glückwünsche der Kolpingfamilie für den scheidenden Präses und Michael Herzog übergab ein Geschenk. Mit den Worten "Wir freuen uns schon auf ein Treffen in der ewigen Stadt" deutete Schwingl bereits eine beabsichtigte Reise nach Rom an.

Herzlicher Abschied

Renate Troppmann überbrachte die Wünsche namens des Pfarrgemeinderates. Freuen durfte sich Ackermann auch über musikalische Glück- und Segenswünsche. So vom Liederkranz, von der Gruppe Miteinander und vom ehemaligen Kirchenchor. In seinem Schlusswort wandte sich Ackermann an die vielen Gruppen und Einzelpersonen, denen er zu danken hatte.

Mit einem Abschiedsgeschenk besonderer Art, nämlich mit einem reichhaltig aufgebauten Büfett mit vielerlei Schmankerl, sorgte der Katholische Frauenbund für eine vorzügliche kulinarische Abschiedsfeier. Viele Einzelpersonen schüttelten beim Verlassen dem ehemaligen Kaplan noch die Hand.
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