Jäger auch Heger und Pfleger

Im Pfarrheimsaal wurde die Jubiläumsfeier durch die Jagdhornbläser der Kreisgruppe eröffnet. Bilder: frd (2)
Lokales
Oberviechtach
09.11.2015
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Der schonende Umgang mit der Natur und die richtige Ausübung des Waidwerks standen im Mittelpunkt des 65-jährigen Jubiläums der Kreisgruppe Oberviechtach im Landesjagdverband Bayern. Dies wurde besonders bei der Festansprache des Präsidenten Professor Dr. Jürgen Focke deutlich.

Am Beginn der Jubiläen "65 Jahre BJV-Kreisgruppe Oberviechtach" und "65 Jahre Jagdhornbläser in der Kreisgruppe Oberviechtach" stand eine ökumenische Hubertusandacht, die von Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Pfarrer Dr. Harald Knobloch gestaltet und von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Nabburg umrahmt wurde.

Verbundenheit gezeigt

In der Festpredigt wies Pfarrer Knobloch darauf hin, dass die Jägerschaft bereits im "Alten Testament" an fünf Stellen erwähnt worden ist und einige Persönlichkeiten dieser Zeit als "großartige Jäger vor dem Herrn" bezeichnet worden sind. Er wies auch auf die Legende des Heiligen Hubertus hin, der seine schützende Hand über die Jägerschaft halte. In den Fürbitten wurde besonders auch der Verstorbenen gedacht. Zur weltlichen Feier begrüßte Kreisgruppenvorsitzender Alexander Flierl zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen BBV-Kreisobmann Hans Wilhelm, einige Behördenvertreter, den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Professor Dr. Jürgen Focke, den Vizepräsidenten des Jagdverbandes Schleswig-Holstein, Werner Blöcker, den Vorsitzenden des Jägervereins St. Hubertus Schwandorf und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jagdkreisgruppen Schwandorf, Johann Vornlocher, sowie den Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppe Oberviechtach, Edi Kunschir.

"Hundefanfare"

Nach einem ausgezeichneten Festessen, angerichtet von der Familie Zilk aus Weiding, die ein Wildbuffet mit Rot-, Sika- und Rehwild mit leckeren Beilagen servierte, bliesen die Oberviechtacher Jagdhornbläser für Landrat Thomas Ebeling das Signal "Hundefanfare". Der Landrat würdigte in seinem Grußwort den hohen Stellenwert der Jägerschaft für Mensch, Tier und Natur. Kreisvorsitzender Flierl blendet noch einmal auf die Anfangszeiten der Kreisgruppe Oberviechtach vor 65 Jahren zurück, als Hans Iblher und Xaver Hanauer den Vorsitz der Kreisgruppe im damaligen Landkreis Oberviechtach übernahmen. Einziger Jagdhornbläser und Gründungshornmeister war der spätere Ehrenhornmeister Adolf Kunschir, der 47 Jahre dieses Amt innehatte. 1953 gab es bereits 60 Personen mit Jagdschein im Landkreis Oberviechtach, die Jagdmöglichkeiten waren jedoch sehr beschränkt.

In diesen über sechs Jahrzehnten, so Flierl, haben sich die Wildarten, der Wildbestand und die Anforderungen an die Jagd stark verändert. Die Erforderlichkeit des jagdlichen Handelns musste immer wieder erklärt und es musste für Verständnis geworben werden, dass der Jäger auch Heger und Pfleger des Wildes ist. Zugleich galt es, den Landwirt als Partner des Jägers zu gewinnen.

Der Dank Flierls galt besonders dem Ehrenvorsitzenden Edi Kunschir, der die Kreisgruppe von 1988 bis 2011 geführt, viele Naturschutzprojekte organisiert und für das Tun und Handeln der Jägerschaft durch gute Öffentlichkeitsarbeit geworben hat.
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