"Junge Ärzte" und weiße Mäuse

Dr. Christian Glöckner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin, nahm sich viel Zeit für die jungen Besucher und gewährte einen Einblick in die Stationen der Asklepios-Klinik Oberviechtach. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
13.09.2015
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Mit Haube, Mundschutz und Arztkittel verwandelten sich 25 Kinder beim Ferienprogramm in Mini-Mediziner. Sie durften nicht nur die Umbettanlage vor dem Operationssaal testen, sondern ihre Fähigkeiten mit Skalpell und Zange beweisen. Die "Patienten" wurden allerdings anschließend verspeist!

Abwechslung bot die Asklepios Klinik im Ferienprogramm der Stadt. Dr. Christian Glöckner, Leiter der Abteilung für Innere Medizin gewährte mit Mitarbeiterinnen aus der Funktionsdiagnostik rund 25 Kindern einen Einblick in den Klinik-Alltag. Bei den einzelnen Stationen war auch das Geschick der "kleinen Ärzte" gefragt.

Röntgenbilder erraten

Zunächst ging es um die Frage: "Wie funktioniert ein Ultraschall und was ist auf den Bildern zu erkennen?" Der Blick ins Innere des Menschen ist spannend und so wurden die Augen der Kinder im Ultraschallraum immer größer. Dass man damit kleine Schwestern und Brüder im Bauch der Mama beobachten kann, das wussten bereits die großen Geschwister.

Doch in der Asklepios-Klinik durften sich diesmal alle "Jung-Ärzte" selbst schallen lassen. Unterstützung von den Profis gab es in der Röntgen-Abteilung beim Erraten von Röntgenbildern. Hier präsentierten sich die Teilnehmer aber als echte Experten und erkannten die gezeigten Gegenstände beim ersten Mal. Natürlich durfte auch hier einiges ausprobiert werden, wie beispielsweise die schwere Schürze, die Patienten zum Schutz vor Röntgenstrahlen tragen.

Der nächste Programmpunkt bot dann richtig Aktion. Mit Haube, Mundschutz und Arztkittel verwandelten sich die Ferienkinder auch optisch in Mini-Mediziner und durften die Umbettanlage im OP testen. Die technische Vorrichtung, mit der Patienten vom Krankenbett aus schonend auf den Operationstisch gebettet werden, wurde von den Kindern besonders gründlich begutachtet und ausprobiert. Im Anschluss stellten die Gäste ihre Fähigkeiten am OP-Tisch unter Beweis. Mit Skalpell und Zange ging es Schaumgummi-Mäusen an den Kragen, die natürlich auch verspeist werden durften.

Mit Gips nach Hause

Vom OP führte Dr. Glöckner die Gruppe in den Gipsraum. Als Andenken an den spannenden Tag konnten sich die Kinder dort den Unterarm eingipsen lassen. Hygiene ist in einer Klinik das A und O. Doch weil bei der Ferienkinderbetreuung auch der Spaß zählt, durften die gelehrigen Schüler die Gummihandschuhe zu Luftballons umfunktionieren und mit lustigen Gesichtern bemalen. Ausgestattet mit allerlei Eindrücken ging es zum Abschluss mit knurrendem Magen in den Speisesaal. Bei einer gesunden Brotzeit fragten die Kinder dem Team um Dr. Glöckner noch Löcher in den Bauch.

Am Ende waren sich alle einig: Ein Krankenhaus ist ein "cooler" Ort zum Gesundwerden und ganz bestimmt nichts, wovor man Angst haben muss. "Genau das wollten wir den Kindern auch vermitteln", sagte Verwaltungsleiterin Marianne Freund. "Deshalb freuen wir uns jedes Jahr auf die jungen Besucher während der Ferienfreizeit."
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