Junge Union "so stark wie nie"

Landrat Thomas Ebeling, Kreisvorsitzende Bettina Lohbauer und das neue Ehrenmitglied Alexander Flierl (von links) wissen das Engagement der JU zu schätzen. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurde Dr. Markus Schneider geehrt, für 15 Jahre wurden Benedikt Malzer und Christian Ried ausgezeichnet.
Lokales
Oberviechtach
19.01.2015
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Als "Dialogpartei" will sich die Junge Union (JU) profilieren und setzt dabei auf Öffentlichkeit. Vorsitzender Dr. Alexander Ried scheut dabei auch kritische Töne nicht. Rückendeckung hat er von den Mitgliedern, die ihn bei der Jahresbilanz im Amt bestätigt haben.

Gute Stimmung herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Jungen Union (JU) Region Oberviechtach. Vorsitzender Dr. Alexander Ried verwies auf ein umfangreiches Jahresprogramm. Die JU sei "so stark wie nie" in ihrer 45-jährigen Geschichte in Oberviechtach. Die Mitgliederzahlen seien stetig steigend. Man habe mit zwei Stadträten immerhin doppelt so viele wie beispielsweise die SPD. Die Bürger würden gute Arbeit erkennen und vor allem auch anerkennen.

Diese Arbeit wolle man fortsetzen. Man sei die "Dialogpartei" in Oberviechtach. "Demokratie findet in der Öffentlichkeit statt. Und wer die Öffentlichkeit scheut, der hat entweder etwas zu verbergen, oder ganz schlechte Argumente", so Dr. Ried im Hinblick auf die Dezembersitzung im Stadtrat.

Schlechtes Klima

Das Klima im Stadtrat bezeichnete der JU-Vorsitzende als schlichtweg schlecht. Es fehle vor allem an Vertrauen. Die CSU/CWG/Aktiven-Fraktion habe in der ersten Sitzung die Hand zur Zusammenarbeit ausgestreckt und die stellvertretende Bürgermeisterin unterstützt. Nur sei die ausgestreckte Hand wenige Minuten später ausgeschlagen worden. Dr. Ried wertete das als Zeichen, dass man im Grunde gar keine Zusammenarbeit wolle, das würde sich an den vielen "9:8-Abstimmungen" auch widerspiegeln. Dabei dürfe sich auch niemand aus der Verantwortung stehlen. Im Stadtrat herrsche ein Patt. Alle strittigen Fragen würden durch die Bürgermeisterstimme entschieden. Dieser habe die Entscheidungen dann zu verantworten.

Für die JU konstatierte Dr. Ried, dass man kein Retortenverein sei, der nur zu Wahlen auftaucht. Man betreibe Politik aus Interesse und Überzeugung und nicht wegen etwaiger Ämtern. Es reiche eben nicht, nur "im Leben zu stehen", man müsse auch eigene Gedanken in die Diskussion einbringen.

Kritik an Auswahl

Im Zusammenhang mit den Stellvertretern von Bürgermeister und Landrat bedauerte Dr. Ried, dass bei diesen Posten ältere Kandidaten vorgezogen wurden und dass bei den stellvertretenden Landräten keine Frau zum Zug gekommen sei.

Abschließend stellte Dr. Ried den Antrag, den ehemaligen und langjährigen Ortsvorsitzenden Alexander Flierl zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. "Du hast für die JU in Oberviechtach viel geleistet und wirst daher auch immer mit uns verbunden bleiben." Die Jungen seien Flierl nie lästig, sondern fänden bei ihm immer ein offenes Ohr. Einstimmig wurde der Antrag angenommen.
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