Kanonenofen und Goldstollen

Theresia Pregler, die neue Halbtagskraft im Museum (rechts), vor ihrem Stand mit Holzwaren.
Lokales
Oberviechtach
09.12.2014
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Weit über 500 Besucher waren es, die beim Christkindlmarkt auch das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum aufsuchten. Dafür hatte die Museumsleitung auch wirklich etwas für Augen, Ohren und Gaumen geboten. Zu den Ausstellungen gab es einen Handwerkermarkt und Buden.

Um 13 Uhr öffneten sich am Samstag die Museumstüren und schon kamen auch die ersten Besuchergruppen. Diese teilten sich oft schon hinter der Eingangstüre auf die unterschiedlichen Gebiete auf. Viele Gäste interessierten sich für die Geschichte um das Gold, Doktor Eisenbarth, Stadtgeschichte, Dr. Max und Margret Schwarz, Handwerk und Hausnamen sowie die Hinterglasmalerei. Auch der gespenstische Goldstollen war Ziel vieler Besucher.

Filz und Holz

Reges Interesse herrschte vor allem beim Kunsthandwerkermarkt im angegliederten Kulturzentrum. Aussteller waren Töpferin Maria Schießl, bekannt mit ihren Arbeiten auch aus der Ausstellung "Vielfalt", sowie Museumsmitarbeiterin Theresia Pregler, die zum zweiten Mal mit ihren Produkten aus Holz dabei war. Die Filzerin Anita Köstler aus Neualbenreuth bot ihre Artikel an und führte vor, wie man einen gefilzten Tannenbaum anfertigen kann.

Irene Ehemann aus Nabburg offerierte selbstgefertigten Schmuck sowie einen Bücherbasar für einen wohltätigen Zweck. Außerdem wurde über Goldschmiedearbeiten und dem Umgang mit Gold, dem edelsten aller Metalle, durch Angela Bucher aus Neunburg vorm Wald informiert. Im Museumshof, unweit des laufenden Wasserrads vom Goldpochwerk, konnten sich die Besucher aus dem Feuerkessel mit Gulasch versorgen und am Wärme spendenden Kanonenofen verzehren. Über reißenden Absatz konnte sich das aus Belgien stammende sogenannte "Glühbier" erfreuen, das bis zum letzten Tropfen die durstigen Kehlen der Besucher erfreute. Zwischendurch sorgte Hans Kistler mit Schülern des Ortenburg-Gymnasiums für die musikalische Umrahmung.

Viele Motive vorhanden

Als eine Besonderheit stellten sich heuer die Museumsfenster dar. Diese waren an der gesamten Südfront der ehemaligen Marktmühle mit Bildern versehen. Die unterschiedlichen Motive fertigten Mitglieder des Museumsvereins zusammen mit der Dorfgemeinschaft Eigelsberg in aufwendiger Kleinarbeit an. Beim Einbruch der Dunkelheit leuchteten die Bilder in allen Farben.

Im wechselnden Jahres-Rhythmus ist geplant, unter dem Motto "Lichterzauber im Bergdorf" die Fenster in Eigelsberg mit weiteren Bildmotiven auszustatten und zusammen mit einem adventlichen Programm in der Vorweihnachtszeit zu präsentieren. Aus den vergangenen Jahren sind dort bereits mehrere Hundert Bilder, die von der Dorfgemeinschaft angefertigt wurden, vorhanden.
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