Kinder für Geschichte begeistern

"Da ist der Marktplatz und hier geht es zur Schule!" Interessiert betrachteten die Viertklässler die Häuserreihen von Oberviechtach aus der Zeit, als es noch eine Stadtmauer gab. Bild: slu
Lokales
Oberviechtach
25.11.2015
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Der Startschuss für ein neues museumspädagogisches Programm für Kindergärten und Grundschulen ist gefallen. Ziel ist ein konkreter Bezug zum Lebensumfeld mit tiefen Einblick in die Stadtgeschichte. Interaktives Anschauungsmaterial und Rätsel halten das Interesse wach.

Im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum erfolgte letzte Woche mit dem Besuch der Klasse 4b der Doktor-Eisenbarth-Schule der Startschuss für das sich seit Jahren in Vorbereitung befindliche museumspädagogische Programm. Mit dabei waren die Lehrkräfte Anita Mayer und Rudolf Schöberl, die ihre Schüler im Fach "Heimat- und Sachunterricht" an die Inhalte der Abteilungen "Stadtgeschichte" sowie "Handwerk und Hausnamen" heranführten.

Konzept präsentiert

Im Museum erfuhren die Kinder einen konkreten Bezug zu den im Klassenverband vorab vermittelten Fakten zu ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Zum Beispiel hörten sie die wichtigsten sowie spannende Sequenzen zur Geschichte Oberviechtachs, unterzogen den Brief zum Marktrecht einer eingehenden Betrachtung und lösten an einer Rätselwand Fragen zu handwerklichen Gegenständen.

Unterbrochen von einer Pause von zehn Minuten dauerte das Angebot zweieinhalb Stunden. Die ganze Zeit waren die Schüler konzentriert und motiviert bei der Sache. Der Kontakt zur Schule und der Lehrkraft Anita Mayer war schon geraume Zeit vorher hergestellt worden, nachdem Theresia Bauer Rektor Rudolf Teplitzky ihr Konzept präsentiert hatte und bei ihm nicht zuletzt auch in seiner Funktion als Beiratsmitglied des Museumsvereins offene Ohren vorgefunden hatte. Dies war der Beginn einer Reihe von Informationsveranstaltungen, die Theresia Bauer in den umliegenden Schulen der Landkreise Schwandorf und Cham vornehmen wird. Neben dem lehrplanbasierten museumspädagogischen Programm ist künftig auch vorgesehen, jeweils kindgerechtes Begleitmaterial für die wechselnden Ausstellungen zu erstellen.

Ziel: Themenmuseum

Mit dieser Vorgehensweise, bei der es sich um moderne museale Vermittlungsstrategien handelt, möchte sich das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum einen breiten Interessentenkreis erschließen und sich einen Namen als zeitgemäßes Themenmuseum machen. Alle interessierten Schulen und Lehrkräfte können mit Theresia Bauer Kontakt aufnehmen und einen Termin vereinbaren.
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