Klangteppich für rasante Solis

Florian Peters (Gitarre, Klavier, Vocals), Gunther Rissmann (Bass) und Roland Duckarm (Schlagzeug; von links) hinterließen mit ihrem Konzert einen bleibenden Eindruck bei den Freunden der Kunst. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
19.05.2015
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Die exzellenten Musiker des Peters Trios boten bei den Freunden der Kunst ein nicht alltägliches Konzert. Mit eigenen Kompositionen und Texten nahmen sie die Zuhörer mit auf eine Reise "rund um den Globus". Start war in Italien.

Die Vorsitzende der Freunde der Kunst, Monika Krauß, begrüßte die Musikfreunde in der Mensa der Doktor-Eisenbarth-Schule, einem Raum, der durch seine moderne Gestaltung für die passende Clubatmosphäre sorgte. Konrektor Horst Bittner hieß die Gäste im Namen der Schulleitung willkommen und betonte: "Wir machen die Türen gerne weit auf, wenn gute Musik zu Gast ist."

Reduzierte Arrangements

Mit "Nuvole", einem Stück, das auf einer Italienreise entstanden ist, eröffnete das Peters Trio den Abend. Die drei Musiker präsentierten eine Mischung aus Singer-/Songwriter-Stücken, Jazz, Folk und Blues. Alle Songs hat Florian Peters, ein unwahrscheinlich vielseitiger Musiker und Kopf der Gruppe, selbst komponiert. Auch die Texte stammen aus seiner Feder. In seiner Musik zeigt er ein Abbild dessen, was er erlebt hat und was er ist. Peters Liebe gilt den englischen, italienischen und französischen Liedermachern, traditioneller Folklore, aber auch dem melodisch-rhythmischen Jazz. Seine Stimme erinnert einerseits an Popgrößen wie Sting und Jim Croce, andererseits auch an Chansoniers wie Serge Gainsbourg. Mit Gitarre und Klavier sorgte er mit seinen bewusst und überzeugend reduzierten Arrangements, aber auch rasanten Soli, für den typischen Sound.

Seine zwei kongenialen Mitstreiter bewiesen sich als gute Teamplayer, zeigten aber auch durch ihr großes Können eine enorme Präsenz. Schlagzeuger Roland Duckarm hielt sich von der Lautstärke her bewusst zurück, gab aber dem Trio mit seinem variablen Spiel den gewünschten Drive und legte zusammen mit dem Kontrabassisten Gunther Rissmann souverän den rhythmischen Teppich. Die Soli des sehr differenziert spielenden Bassisten waren bewundernswert. Richtig loslegen durfte Schlagzeuger Duckarm bei seiner minutenlangen Soloeinlage, bei der er selbst vor Plastikschüsseln und Eimern nicht Halt machte.

Premiere für neues Album

Stammten die meisten Lieder des Abends von dem Debut-Album "Nau", so waren auch brandneue Lieder wie "guilt" als Uraufführung zu hören. Natürlich durfte das Titellied, eine Anspielung auf das "Jetzt", nicht fehlen. Ein Stück mit meditativem Charakter, bei dem man die Uhr schlagen hört, und die Klavierbegleitung wie ein "Perpetuum Mobile" wirkt. Musik zum Relaxen bot das Trio mit dem wunderbaren Gitarrenstück "hia". Nach "Brotherly Love" und einem Blues als Zugabe nahmen die Künstler den verdienten Applaus entgegen.

Die liebevolle Tischdekoration und der umsichtige Service der Jugendlichen von der Schülerfirma "future point" unter Leitung von Fachlehrerin Margaretha Eckl rundeten den gelungenen Abend ab.
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