Klaus Habl erzählt im Ferienprogramm aus dem Leben von Doktor Eisenbarth
Junge Herzöge und Soldaten

Die Kinder waren begeistert, denn dank einiger Perücken verwandelten sie sich in Adelige, Grafen und Herzöge, Soldaten und Bürgermädchen. Klaus Habl (rechts) schloss damit seine Erzählstunde ab. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
01.09.2015
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Zu einer Erzählstunde kam kürzlich der berühmteste Sohn der Stadt, Doktor Johann Andreas Eisenbart (Klaus Habl) in die Stadtbücherei, wo ihn die Kinder, einige Muttis und Leiterin Renate Stigler gebührend empfingen. Eisenbarth gab sich ganz gelassen und setzte sich zu den Kindern, ist er doch schon zu Lebzeiten ein Freund der Kinder gewesen.

Einige kannten auch das Lied "Ich bin der Doktor Eisenbart", das ganz und gar nicht der Realität seines Lebens, das vor mehr als 350 Jahren in Oberviechtach begann, entspricht. Denn Eisenbarth habe zwar am Beginn seines Wirkens mit großen Worten sein Können angepriesen, doch durch seine Taten hat er wirkliche Berühmtheit erlangt, so dass ihm die Oberviechtacher sogar ein Festspiel gewidmet haben.

"Eisenbarth" erzählte den aufmerksam zuhörenden Kindern davon, dass sein Vater gestorben ist, als er noch sehr klein war und er dann mit seiner Mutter nach Bamberg umsiedeln musste. Später zog er dann in die große Welt hinaus und wurde durch seine Heilerfolge sehr berühmt, was den "studierten Doktores" ein Dorn im Auge gewesen sei. Erst als er einem bekannten Oberst eine Kugel aus dem Auge operierte, ohne dass dieser dabei erblindete, fand er auch die Anerkennung der "Studierten" und erhielt die königliche Privilegierung für sein Wirken.

Besonderen Spaß machte es den Kindern, als sie Klaus Habl anhand mitgebrachter Perücken in Adelige, Herzöge, in ein Bürgermädchen oder in einen Soldaten verwandelte. Dies dürfte ihnen noch einige Zeit in Erinnerung bleiben.

Vielleicht gehören sie ja nächstes Jahr mit ihren Eltern zu den Besuchern, wenn das Eisenbarth-Festspiel in einer bisher noch nicht bekannten Version auf dem Marktplatz gespielt wird.
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