"Kleine Räuber" unter Kontrolle

Mit den Signalen Fuchs tot, Halali und Jagd vorbei erwiesen die Jagdhornbläser der Kreisgruppe Oberviechtach den erlegten Tieren die letzte Ehre.
Lokales
Oberviechtach
09.02.2015
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Das Raubwild gezielt zu bejagen, war das Ziel der Fuchswoche 2015. Die Jäger der Kreisgruppe Oberviech-tach waren dabei recht oft auf dem "Ansitz", denn bei der Streckenlegung wurden 44 Füchse, 4 Marder und 2 Iltisse präsentiert. Den Sinn der Aktion erläuterte Vorsitzender Alexander Flierl.

Der Abschluss der Fuchswochen begann traditionell mit einer Aufwärmrunde "Jagertee". Neben den Jägern der Kreisgruppe Oberviechtach im Bayerischen Jagdverband (BJV) waren auch Gäste anwesend.

"Jagd vorbei" gespielt

Anschließend wurde den erlegten Füchsen von den Jagdhornbläsern mit Signalen und dem Verblasen (Fuchs tot, Halali und Jagd vorbei) die letzte Ehre und die Achtung vor der Kreatur erwiesen. Der Vorsitzende der Kreisgruppe, MdL Alexander Flierl, wies einmal mehr darauf hin, das es Aufgabe der Jäger sei, mit der gezielten Bejagung des Raubwildes regulierend in den Naturhaushalt einzugreifen. Dieses nehme sonst überhand und füge auch den Menschen Schaden zu. Wie sich in den vergangenen Jahren gezeigt habe, seien auch nach den Fuchswochen noch immer genügend dieser kleinen Räuber unterwegs, die sich in Notzeiten auch ganz nahe an oder sogar in die Ortschaften wagen, um Beute zu machen. Die Aktion, so Flierl, sei aber auch eine Präventionsmaßnahme gegen Tollwut, Fuchsbandwurm und Räude und sollte damit auch als eine Schutzmaßnahme für die Menschen gesehen werden.

"Die gezielte Jagd auf den Fuchs dient dazu, das Gleichgewicht in der Natur zu halten,", betonte Flierl, dazu hätten sich die Jäger mit der Einhaltung der Waidgerechtigkeit auch verpflichtet. Neben der Bejagung des Schalenwildes sei deshalb auch die Bejagung des Raubwildes sinnvoll und nötig, schließlich gelte es auch die Bodenbrüter zu schützen. Wie Flierl herausstellte, sei Natur- und Artenschutz ohne Jagd nicht möglich. Dieser Aufgabenstellung kämen die Jäger der Kreisgruppe mit diesen Fuchswochen gezielt nach.

"Füchse" für Unterricht

Die Streckenlegung zum Abschluss diente auch dazu, die Fuchsbälge einer sinnvollen Verwendung zuzuführen. Einige der Füchse werden präpariert und dienen dazu, Kindern das Wild zu zeigen und auf Gefahren wie Tollwut hinzuweisen. Zu Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer eine "Fuchstasse". Nach dem Blasen des Signals "Einkehr" wurden am Sonntagabend noch Geburtagsständchen gespielt, ehe es zum gemütlich Teil in den Landgasthof "Taverne" ging. Hier ließen die Jäger die Fuchswochen noch ein paar Stunden lang ausklingen.
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