Kommandant Dietmar Hein blickt auf ereignisreiches Jahr zurück - Schnelle Hilfe vor Ort
Aktive Wehr bei 39 Einsätzen gefordert

Lokales
Oberviechtach
12.01.2015
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Bei 120 Einsätzen und 1448 Stunden Gesamteinsatzzeit war die Stützpunktwehr auch 2014 wieder stark gefordert. Daneben haben sich viele Kameraden in Lehrgängen weitergebildet und den ohnehin schon sehr hohen Ausbildungsstand der Oberviechtacher Feuerwehrkräfte noch gesteigert.

Kommandant Dietmar Hein rief bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Grundler die ständige Einsatzbereitschaft der Aktiven in Erinnerung. Diese mussten zu 13 Bränden ausrücken und waren bei 26 Technischen Hilfeleistungen gefordert. Immerhin 60 First-Responder- Einsätze machten deutlich, wie wichtig die "schnelle Hilfe vor Ort" geworden ist. Gerade bei den Technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen zeigt sich immer wieder, wie wichtig es ist, über moderne Gerätschaften zu verfügen. Mit Rettungsscheren, wie sie vor zehn Jahren eingesetzt worden sind, wäre die Arbeit an heutigen Fahrzeugen gar nicht mehr möglich.

An Hitze gewöhnen

Sehr wichtig, so der Kommandant, sei es auch, die Aktiven durch möglichst einsatznahe Fortbildungen und Übungen auf den Ernstfall vorzubereiten. Erste Hilfe, Höhen-Absturzsicherung, Atemschutzausbildung, Hitzegewöhnungsübungen, Motorsägen- oder Sportausbildung gehören heute zum Standard. Zudem ist diese Ausbildung auch die Gewähr, dass die Aktiven unversehrt von den Einsätzen heimkehren können. Auch Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Regensburg wurden absolviert und dafür sogar noch Urlaubstage geopfert.

Allein bei "sonstigen Feuerwehrtätigkeiten" waren 46 Dienstleistende 1124 Stunden eingesetzt, dazu kommen noch 2571 Stunden, die von den 53 Aktiven (davon sieben Frauen) im Verein abgeleistet worden sind. Unter den 27 Feuerwehranwärtern sind immerhin auch zwölf Mädchen. Dietmar Hein zeigte auch auf, welche Gerätschaften durch die Stadt Oberviechtach angeschafft worden sind und dankte Bürgermeister und Stadtrat, dass sie für die Belange der Aktiven stets ein offenes Ohr haben. Besonders erfreulich war es, dass bei der Jahreshauptversammlung auch einige Aktive zu ihrem nächsthöheren Feuerwehrdienstgrad ernannt werden konnten, was Kommandant Dietmar Hein und Bürgermeister Heinz Weigl vornahmen.

Mehr Anerkennung

Besonders freute es dem Kommandanten, dass auch Kreisbrandinspektor Manfred Pohl, der in diesem Jahr aus Altersgründen aus diesem Amt ausscheiden wird, zur Oberviechtacher Wehr gekommen ist und die Hand zur Versöhnung reichte. Echte Kameradschaft sollte nach einer gewissen Zeit auch größere Unstimmigkeiten überstehen, so Dietmar Hein. Schließlich habe sich Manfred Pohl gerade um die Oberviechtacher Wehr große Verdienste erworben. Manfred Pohl erinnerte sich in seinem Grußwort daran, dass er vor 45 Jahren seinen Dienst bei der Oberviechtacher Wehr angetreten hat. Seit dieser Zeit haben sich die Anforderungen stark verändert. Von den Aktiven werde Professionalität wie von einem Berufsfeuerwehrmann gefordert, was vieles an Ausbildung und Übungen abverlange.

Der Dank von Pohl galt besonders den Kommunen, die hinter ihren Wehren stehen und sie in allen Belangen unterstützen. Seitens der Bevölkerung wünschte sich der Kreisbrandinspektor mehr Anerkennung für die Arbeit der Aktiven, die keineswegs eine Selbstverständlichkeit sei.
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