Konkurrenz immer im Visier

Die jeweils besten fünf Preisträger des Jubiläumsschießens freuen sich mit Schützenmeister Michael Fuchs (links) und Gauschützenmeister Manfred Muck (rechts) nach der Siegerehrung über ihren Erfolg. Bild: dl
Lokales
Oberviechtach
07.10.2015
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Seit 85 Jahren gibt es den Schützengau "Grenzland" - und mit ihm den Vergleich mit vielen Konkurrenten. Der Wettkampf durfte deshalb auch beim Jubiläum nicht fehlen.

Der Schützengau "Grenzland" feierte sein 85-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsschießen, welches der Verein "Schlossfalke" Pertolzhofen ausrichtete. Mehrere Tage bestand die Möglichkeit, am Preisschießen mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole daran teilzunehmen.

500 Euro Preisgeld

Fast 500 Euro wurden als Preisgelder ausgelobt und fanden bei der Siegerehrung einen Gewinner. Die ersten Plätze gingen an Starter aus den Schützenvereinen Weiding und Thanstein. Schützenmeister Michael Fuchs berichtete von 82 Teilnehmern, die an den Ständen im Gasthaus Winderl angetreten waren.

Gauschützenmeister Manfred Muck bedankte sich für die Ausrichtung des sportlichen Wettbewerbes. Bedauert wurde, dass sich die Gauvereine Pullenried, Oberviechtach und Schönsee nicht beteiligt hatten. Die meisten Schützen kamen von "Schlossfalke" (22), "Einheit Weiding" (20) und dem VPC Thanstein (17). In der Meisterwertung gewann Magdalena Schmidt mit 98 Ringen vor Sebastian Trägler (97) und Julia Dirscherl (97), alle vom Vorderlader- und Pistolenclub Thanstein.

Aus der Aufbauphase

Die Glückswertung holte sich Christa Weber aus Weiding mit einem 3,3-Teiler vor Nicole Schmidt aus Thanstein (7,7) und Antonia Schwarz aus Weiding (15,7). Bei den Auflageschützen gewann die Meisterwertung Georg Schwarz aus Weiding mit 100 Ringen vor Ludwig Dirscherl aus Thanstein (99) und Antonia Schwarz aus Weiding (99).

Das Jubiläum bietet den Anlass für einen Rückblick auf die Aufbauphase. Am 23. März 1930 versammelten sich Vertreter von elf Schützenvereinen aus dem Bezirk Oberviechtach. Ihr Ziel: die Gründung eines Schützengaus. 85 Jahre später existiert diese Einheit noch immer.

Bundesschützenmeister Hans Kowar vor 85 Jahren aus Amberg in den Gasthof Schwarz gekommen, um über den Sinn und Zweck eines Zusammenschlusses zu referieren. 1931 fand das erste große Preisschießen des Schützengaues 113 "Grenzland" statt. Nach den Jahren des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit wurde im Gasthof Gresser aus 18 Schützenvereinen der ehemaligen Landkreise Oberviechtach und Vohenstrauß der Gau am 1. Mai 1951 wieder gegründet. Erster Gauschützenmeister wurde Georg Neuber, er war für den Aufbau und für ein reges Vereinsleben zuständig. Die Schützenvereine vermehrten sich laufend, und es mussten 1953 zur besseren Organisation Vereinsgemeinschaften gebildet werden. 21 Vereine mit 464 Schützen waren in den Gemeinschaften Oberviechtach, Schönsee und Tännesberg vertreten. Nach zwölf Jahren übergab Neuber 1963 sein Amt an Johann Stilp aus Pullenried (1963 bis 1969).

Es folgte Gauschützenmeister Franz Forster (Oberviechtach), der mit einem aktiven Gauvorstand für ein erfolgversprechendes Leben im Gau sorgte. Josef Bareither übernahm die Gauführung nach dem Tod Forsters 1979. Seine Nachfolge trat Franz Jakob (1982 bis 1988) an. Es folgten Peter Bauer (1988 bis 1994) und Albert Troppmann (1994 bis 2003). Seit 2003 ist Manfred Muck im Gauschützenmeisteramt tätig.
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