Kreuzpolka und Siebenschritt

Die Figurentänze beim Volkstanzabend beinhalteten auch einen Galopp durchs Ehrenspalier. Bild: bgl
Lokales
Oberviechtach
28.10.2015
29
0

Tanzen ist gesund. Es bringt Herz und Kreislauf in Schwung, verlangsamt Alterungsprozesse und dient als Gehirnjogging. Einen derart gesunden Hochgenuss an Lebensfreude erlebten zahlreiche Besucher des Volkstanzabends des Oberviechtacher Obst- und Gartenbauvereins.

Es ist ein erhebendes Gefühl, mit seinem Tanzpartner über das Parkett zu gleiten, noch dazu im Takt einer bodenständigen Musikkapelle wie es die "Vöichtacher Rucksack-Musi" ist. Schon seit 19 Jahren organisiert Christa Bösl vom Obst- und Gartenbauverein Oberviechtach (OGV) in Zusammenarbeit mit den "Oberpfälzer Volksmusikfreunden" (OVF) den Herbsttanz.

Weite Anreise

Rund 160 Personen folgten diesmal der Einladung, die nicht nur aus der Region kamen. Die am weitesten angereisten Tanzpaare waren aus Lauf an der Pegnitz und aus Steinsberg nahe Regensburg. Zusammen mit dem OGV-Vorsitzenden Karl Ruhland begrüßte der OVF-Leiter Johann Ederer aus Cham alle Anwesenden und ganz besonders die "Rucksack Musi". Diese jetzt achtköpfige Musikerformation gibt es seit neun Jahren, als sich der gebürtige Oberviechtacher Alwin Heim im Hause Niebauer mit Freunden aus der Stadtkapelle zum Musizieren traf.

Das gemeinsame Interesse richtete sich dabei auf die echte bayerische und bodenständige Blasmusik. Immer wieder trafen sich die zunächst fünf Musiker und mittlerweile ist daraus eine in der Region gefragte Tanzlmusi geworden.

Den Beweis dafür lieferten sie am Samstag in der Mehrzweckhalle, als sie nach dem Eröffnungstanz, dem sogenannten "Auftanz" bis weit nach Mitternacht aufspielten und zum Tanzen animierten. Dabei wurde kein Schwierigkeitsgrad der Schritte umgangen, so dass vom schönen Wiener Walzer bis zum Zwiefachen, von der Polka bis zum Schottisch alles dabei war, das unter den Begriff "bodenständig" einzuordnen ist. Dabei kamen aber auch die sogenannten Figurentänze, bzw. die Wechseltänze nicht zu kurz, wie zum Beispiel die Kreuz- und die Sternpolka oder der beliebte "Siebenschritt".

Runde an der Tafel

Damit sich die Tanzpaare darauf einstellen konnten, wurden die Musikstücke jeder Runde vorher auf einer Tafel bekannt gegeben. Bemerkenswert war die Vielfalt der unterschiedlichen Musikstücke, wofür die Kapelle mit viel Applaus belohnt wurde. Eine Augenweide waren auch die schönen Dirndlkleider, wozu auch die eine oder andere Lederhose gut passte. In den kurzen Tanzpausen sorgten die fleißigen Helferinnen des Gartenbauvereins für eine gute Bewirtung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.