Krippe fürs Christkind bereitet

Vor dem Altar steht die heilige Familie. Nach der Christmette erteilte Kaplan Konrad Maria Ackermann den Mettenbesuchern seinen Segen.
Lokales
Oberviechtach
27.12.2014
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Leere Straßen, aber dafür volle Kirchen - so lässt sich das Geschehen an den Weihnachtstagen am besten umschreiben. Selbst in den Supermärkten wurde es ab Mittag ruhiger, später am Heiligen Abend drängten die Gläubigen in die Stadtpfarrkirche, um Christi Geburt zu feiern.

Selbst die hinterste Bankreihe war voll besetzt, als um 16 Uhr zunächst die Kindermette gefeiert wurde. Viele Buben und Mädchen waren gekommen, meist in Begleitung eines Elternteils. Währenddessen nutzte in vielen Häusern das "Christkind" die gut halbstündige Mettenzeit, um die Geschenke für die Bescherung bereitzustellen.

"Ein Fest für alle"

"Wir wollen beten, dass Weihnachten ein Fest für uns alle wird", betonte Stadtpfarrer Alfons Kaufmann. Er bat alle Kinder darum, je einen Strohhalm in die Krippe vor dem Altar zu legen. "Wenn jedes Kind auch nur einen Halm in die Krippe legt, können wir dem Christkind eine attraktive Liegestatt bereiten", so Kaufmann. "Hilf uns zu verstehen, dass heute ein besonderer Tag ist", beteten Kinder und legten ihr Weihnachtsopfer in einen Korb.

Zur Christmette, dem Höhepunkt des weihnachtlichen Zeremoniells, füllten um 22 Uhr die zahlreichen Gläubigen wiederum sämtliche Plätze im Kirchenschiff. Vor Mettenbeginn empfingen Musiker der Stadtkapelle - schon zum 25. Mal - die Besucher vor dem Hauptportal mit Weihnachtsliedern. Kaplan Konrad Maria Ackermann zog im festlichen Gefolge von mehr als 30 Ministranten in das Gotteshaus ein, der Kirchenchor unter der Gesamtleitung von Theodora Schwärzler gestaltete den Gottesdienst mit festlichen Gesängen, dazu spielten Querflöte und Orgel. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Zelebrant bei den zahlreichen Ministranten, die im Vorfeld viel Freizeit für die Proben investiert hatten. In seinen Dank schloss er auch alle Besucher ein, die schon lange nicht mehr den Weg in die Kirche gefunden hatten. In das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht" stimmten alle Kirchgänger mit ein.

Am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertags legten die Gläubigen bei einer Weihnachtsvesper, zwischen Gesängen und Gebeten, eine Schweigeminute zur persönlichen Einkehr ein. Für einen krönenden Abschluss der weihnachtlichen Festtage sorgte gestern am "Stefanitag" der Kirchenchor, der den Festgottesdienst mit anspruchsvollen Werken aus der Pastoralmesse von Josef Gruber mit Gesang und Orchester umrahmte. Die Besucher bedankten sich mit tosendem Applaus.
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