Kulturverein hat sich etabliert

Martina Baumer, Sebastian Baumer, Thomas Biegerl, Tobias Baumer, Reinhard Biegerl, Stefan Pronold und Herbert Hagl (von rechts) spielten als "Die Biersejder" bei der Jahresversammlung zünftig auf. Bilder: lg (2)
Lokales
Oberviechtach
03.02.2015
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Das Programm der Freunde der Kunst steht ganz im Zeichen fruchtbarer Kooperation. Dabei richtet sich das Kulturangebot nicht nur an Mitglieder, wie bei der Jahresversammlung deutlich wurde. Beim Bayerischen Abend, mit Musik und Spanferkel, stieg die Feierlaune zusehends.

Mit 14 Veranstaltungen bereicherten die Freunde der Kunst im zurückliegenden Vereinsjahr das Kulturleben in Oberviechtach und in der Region. Zweite Vorsitzende Anne Gierlach, die stellvertretend für die erkrankte Vorsitzende Monika Krauß auf das Jahresgeschehen zurückblickte, betonte die Zusammenarbeit der Kunstfreunde mit anderen Vereinen und Institutionen und leitete daraus eine erfreuliche Etablierung des Kulturvereins ab.

Eingeleitet wurde die Jahresversammlung mit einem Gedenken an den verstorbenen Ehrenvorsitzenden Lothar Karl Joppien. Dieser hatte vor 25 Jahren den Verein initiiert. Joppiens Idee von damals gilt noch heute: Man zahlt mit dem Mitgliedsbeitrag - dieser beträgt jährlich 50 Euro - die Eintrittsberechtigung für alle Veranstaltungen. Mit diesem zum Jahresbeginn eingehobenen Betrag kann die Vorstandschaft ein fest geplantes Programm finanzieren.

167 Mitglieder

Wenn weitere Besucher das Angebot wahrnehmen, so ist das eine Bereicherung in jeglicher Hinsicht. So flossen im vergangenen Jahr auf diese Weise fast 5000 Euro an Eintrittsgeldern in die Vereinskasse. Der Kassenbericht von Uschi Baumer fiel deshalb bei insgesamt 167 Mitgliedern auch sehr positiv aus.

Bei ihrem Rückblick auf das Kulturangebot von 2014 hob Anne Gierlach besonders den Auftritt der "Wellbappn" im Ortenburg-Gymnasium hervor, der ähnlich wie das Engagement des Pilsener Chors Canticorum eine großartige Resonanz auch bei Nichtmitgliedern hervorgerufen hatte. Eine fruchtbare Zusammenarbeit gab es auch mit der "Brandner-Familie" bei den Darbietungen auf dem Marktplatz während der Festwochen. Aber auch die weiteren Veranstaltungen wertete die Vorsitzende als Zeichen einer guten Kooperation mit Kulturträgern und Vereinen der Region.

Diese breitgefächerte Orientierung spiegle sich auch in den unterschiedlichen Veranstaltungsorten, wie dem Ortenburg-Gymnasium, dem Museum, dem CeBB Schönsee, dem Neunburger Schlosssaal oder in den Oberviechtacher Kirchen wider. "Die ganze Kultur ist eine große, endlose Zusammenarbeit!", zitierte Anne Gierlach den Dramatiker August Strindberg. Als eine wertvolle Förderin der Oberviechtacher Kulturarbeit erweist sich Ehrenbürgerin Erika Odemer. Ihr, und der Dr. Max- und Margret-Schwarz-Stiftung, dankte Anne Gierlach für die traditionelle Unterstützung des Jugendmalwettbewerbs, sowie diesmal auch für die Spende zu einem Musik-Workshop, der unter der Organisation von Vorstandsmitglied Hans Kistler ausgerichtet wurde.

"Biersejder" und Büfett

Die Versammlung stand im Zeichen eines Bayerischen Abends, bei dem die sieben Musikanten der "Biersejder" fleißig aufspielten, so dass es den Kunstfreunden wenigstens musikalisch warm ums Herz wurde, denn die Temperaturen im Pfarrheimsaal ließen zumindest zu Beginn der Veranstaltung viele frösteln. Nach dem offiziellen Teil gab es ein reichhaltiges "Bayerisches Büfett", das Hermann und Monika Deyerl angerichtet hatten und das zusammen mit der zünftigen Musik die Feierlaune bis Mitternacht beförderte.
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