Liebeserklärung an ein Land

Action am Schluss des Vortrags: Schüler durften ihr Talent für "Escimo Olympics" erproben.
Lokales
Oberviechtach
03.12.2015
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Axel Burgheim ist vor Jahren nach Alaska ausgewandert. Von Zeit zu Zeit erzählt er an deutschen Schulen von seiner neuen Heimat. Dabei bleibt es aber nicht nur bei der Theorie.

Axel Burgheim lebt seit vielen Jahren in Alaska, doch es gibt Zeiten, da kehrt der gebürtige Hamburger nach Deutschland zurück und hält an Schulen Vorträge über Land und Leute dieses nördlichen amerikanischen Bundesstaates. Jetzt hat Burgheim auf Initiative von Studiendirektor Matthias Schaller und Studienrätin Franziska Hofstetter in Oberviechtach Station gemacht und erzählt sowohl am Ortenburg-Gymnasium (OGO) als auch an der Doktor-Eisenbarth-Schule von der Kolonisierung und Umweltzerstörung in Alaska. Dazu kommen Geschichte und Geschichten aus dem eigenen Erleben, die Schüler in ihren Bann ziehen.

Im Musiksaal des OGO sind zwei große Wandkarten aufgezogen und ein Dia-Projektor steht einsatzbereit. Doch der Einstieg erfolgt einfach mit Erzählen. Die Jugendlichen hängen dem Abenteurer aus dem Norden an den Lippen, und er versteht es auch immer wieder, sie einzubeziehen. Burgheim, der mit einer Inuit-Frau aus Alaska aus dem Stamm der Olichac (es gibt insgesamt zwölf Stämme der Ureinwohner) verheiratet ist, erzählt den Jugendlichen von den Monaten der Dunkelheit, in denen die Depressionen der Menschen und auch die Kriminalitätsrate steigen. Alkoholmissbrauch und Gewaltbereitschaft sind dann an der Tagesordnung.

Die Ureinwohner des Landes würden vom Staat und den Multis in ihren Rechten beschnitten und zurückgedrängt. Burgheim redet mit stockender Stimme, als er vom Schicksal seiner Schwiegermutter erzählt, die als Jugendliche bei der Verwendung ihrer Inuit-Sprache in der Schule mit Stockhieben bestraft wurde. Zurückdrängung der ursprünglichen Kultur des Landes und ökonomische Beschränkungen klagte er an.

Axel Burgheim zeigte mit seinen professionellen Bildern aber auch die paradiesische Schönheit des Landes mit seinen zahlreichen Naturschutzgebieten und der faszinierenden Tierwelt auf. Er stellte Alaska vor allem als das "Land der Bären" vor.

Am Ende der Veranstaltung wurde es sportlich, als er zusammen mit Schülern Disziplinen der "Escimo Olympics" vorführte, die den Jugendlichen ebenso Spaß machten wie die gesamten interessanten Ausführungen und Demonstrationen.
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