Maibäume bereichern Ortsbild

Ist der Maibaum in Pertolzhofen höher wie der Kirchturm? Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
04.05.2015
4
0

"Nun singt und tanzt, seid lustig - geht am Schönen nicht vorbei, denn das ist immer richtig - denn einmal im Jahr ist nur Mai". Dieser poetische Ratschlag könnte von den Maibäumen stammen, die in vielen Dörfern wieder das Ortsbild bereichern.

(frd/weu/sgs/bej/rkp/gl/sir) In Oberviechtach stellten Schüler der Doktor-Eisenbarth-Schule und Arbeiter der Oberviechtacher Werkstätten gemeinsam einen Maibaum auf dem Werksgelände auf und schmückten ihn mit dem Logo der Schule und den vier Arbeitsbereichen der Werkstätten.

Während in Lind das Maibaumaufstellen wegen der schlechten Witterungsprognosen abgesagt wurde, packte die Dorfgemeinschaft Wildeppenried gleich nach dem Mittagessen an. Der von Hans Gissibl gestiftete 26 Meter hohe Baum war von den starken Männern schnell in die Höhe gewuchtet. Mit zwei neuen Zunftzeichen, dem Kaminkehrer und den drei Bauern schmücken nun 14 Zunftzeichen den Teunzer Maibaum. Das Aufstellen eines 35 Meter hohen Maibaumes dauerte natürlich etwas länger. Der Niedermuracher, 29 Meter hohe Maibaum aus dem Wald von Bürgermeister Martin Prey wurde dringend gebraucht, denn das "Häusl Mouara" feiert sein 10-jähriges Jubiläum und braucht ihn als Kulisse.

In Pertolzhofen ist das Maibaumaufstellen für die "Golaner" und die Blaskapelle "Edelweiß" Ehrensache, die auch den musikalischen Ton angibt. In Gleiritsch wurde der von Gerhard Zinkl gespendete Baum unter Leitung von Georg Roth durch Mitglieder der Landjugend und Freiwilligen aus der Bevölkerung aufgestellt. Im Schulhaus gab es Kaffee, Kuchen Steaks und Bratwüste. Am Winklarner Marktplatz wurde die 32 Meter lange Fichte unter dem Kommando von Peter Killermann aufgestellt. Die MF Werkstodler hatten den Maibaum transportiert und verziert; die Feuerwehr bewirtete und die Blaskapelle Kunschir spielte zünftig auf.

Nach zehn Jahren haben die Feuerwehr und die Landjugend Dieterskirchen wieder einen Maibaum aufgestellt. Zu dem Maifest spielte die Blaskapelle zünftig auf. Der Maibaum in Thanstein ist ein Gemeinschaftswerk von FFW, KLJB, SRK, VPC und GOV unter dem Kommando von Wolfgang Schmidt. Vom Nachwuchs wird ein Kindermaibaum aufgestellt.

Im Schönseer Land machte die Schönseer Feuerwehr den Anfang, als sie angeführt von der Jugendblaskapelle ein Exemplar mit eingeschnitzten Wappen und Vereinssymbolen vor das Rathaus Schönsee transportierte. Am Maifeiertag war es der Stammtisch "Alter Fünfer" in Charlottenthal , der auf dem früheren Standplatz der Glashütte ein stattliches Exemplar von 30 Meter Länge in die Senkrechte brachte. In Stadlern waren alle Vereine an den Vorbereitungen beteiligt, bis der geschmückte Baum, von der Blaskapelle angeführt, mit einem Pferdefuhrwerk auf dem Kirchplatz gebracht wurde. In Gaisthal war es wieder die Feuerwehr, die unter dem Kommando von Ehrenkommandant Josef Höcherl einen stattlichen Baum aufrichtete, während die Feuerwehr Schwand/Laub heuer in Schwand den Kraftakt schulterte. Zu den Klängen der Grenzlandblaskapelle war es auch in Dietersdorf die Feuerwehr zusammen mit den Ortsvereinen, während in Weiding die Blaskapelle die von der Landjugend organisierte Aktion musikalisch begleitete.

Die Maibaumfreunde Bergham, meist Mitglieder der Feuerwehr, hievten den Maibaum im Garten des Anwesens Bollwein in die Höhe. Bei Einbruch der Dunkelheit spielte der Nachwuchs des Theater- und Festspielvereins Nittenau das Stück "Walpurgis im Regental". In Sollbach, Mappach und Schöngras zeichnen der Trachtenverein, die Dorfgemeinschaft und der GOV für das Aufstellen verantwortlich. Schon traditionell stellten die "Trollbachtaler" die knapp 20 Meter hohe Birke am Vereinslokal auf. In Bruck hatte der Trachtenverein "Enzian" heuer besser aufgepasst, nachdem ihr Baum zum wiederholten Male von unbekannten Tätern zerstört worden war.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.