Menschen in der Ukraine leiden

Die Hilfsgüter werden Stück für Stück abgeladen und dorthin verteilt, wo sie dringend gebraucht werden. Archiv: hfz (2)
Lokales
Oberviechtach
24.02.2015
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Der Hilfstransport im Oktober war ein voller Erfolg und im Raum Rivne sehnlichst erwartet. Der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern" wirbt deshalb um weitere Hilfe. Vorsitzender Anton Grauvogl informierte bei einer Versammlung über die möglichen Aktionen.

Auch beim Hilfstransport im Oktober 2014 hatte das fünfköpfige Team, das den Lastwagen begleitete, wieder zahlreiche bürokratische Hürden auf der 1000 Kilometer langen Fahrt nach Rivne zu bestehen. Diese galt es vor allen Dingen an den Grenzübergängen zu meistern. Doch wie Grauvogel in seinem Rückblick informierte, wurden auch diese acht Tonnen Hilfsgüter in der Region Rivne dankbar angenommen.

Verbände für Soldaten

Vor allem Verbandsmittel und medizinisches Gerät wurden vom Zentralkrankenhaus gleich in ein Militärhospital umgeleitet, da dringender Bedarf bestand. Über dreihundert verwundeten Menschen, darunter vielen Soldaten, konnte geholfen werden. Wie drastisch sich die Lage der Menschen in der Ukraine gerade in den vergangenen Monaten verschlechtert hat, macht deutlich, dass sie ihm Oktober des Vorjahres für einen Euro 16 Griwna ausgeben mussten. Derzeit müssen sie für den Wert eines Euros schon 30 Griwna hinlegen, obwohl die Einkommen in dieser Zeit eher gefallen sind.

Wie Grauvogl und ein weiterer Mitfahrer anhand von Bildern belegten, sei die Not in der Ukraine sehr groß. Die seit vielen Jahren bekannten Freunde hätten sich im Oktober bemüht, nicht zu klagen. Dennoch sei immer wieder zu spüren gewesen, wie groß die Freude über den Besuch aus der Oberpfalz war: Mit Gastfreundschaft und herzlichen Worten dankten sie für die Unterstützung. Wie immer wurde auch der Besuch des Soldatenfriedhofs in Broniki ins Programm genommen und an den deutschen und russischen Soldatendenkmälern Blumen niedergelegt.

Neuer Lagerraum

Bei der Mitgliederversammlung im Vereinslokal "Hammerschänke" in Lukahammer war auch die Geschäftsführerin von "Africa-Luz Deutschland", Bärbel Birner, anwesend. Sie erwägt, bei einer Hilfslieferung zusammen mit den Begleitpersonen in die Ukraine zu fahren, um dort Verbindungen aufzunehmen, um ebenfalls helfen zu können. Im Oktober hatte der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern" seine bisherigen Lagerräume wegen anderweitiger Nutzung, bzw. der Sanierung der Hallen, räumen müssen und damit keine Möglichkeiten mehr, neue Hilfsgüter einzulagern. Nun ist dank der Schönseer Firma Blickpunkt-Glas auch dieses Problem gelöst. Inhaber Josef Irlbacher stellte dem Verein eine große Garage als Lagerraum zur Verfügung, wo nun in den nächsten Monaten Waren für eine Lieferung in die Ukraine gesammelt werden können. Eine mögliche Fahrt wird für Herbst 2015 anvisiert.

Wann und wo die Bevölkerung Sachspenden abgeben kann, wird in unserer Zeitung "Der neue Tag" noch rechtzeitig bekanntgegeben.
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