Mit Dialekt im Rampenlicht

Beim Symposium über "Hausnamen und Ortsneckereien" gelang es den Veranstaltern vom Heimatkundlichen Arbeitskreis, auch diese Schülerinnen für die Dialektforschung in ihrer Heimat zu begeistern. Bilder: bgl (2)
Lokales
Oberviechtach
05.12.2014
12
0

Neckische Namen und jede Menge Eigenheiten haben den Forschern Futter geliefert bei der Untersuchung von Dialekten. Dem Heimatkundlichen Arbeitskreis gelang es, mit diesem Thema auch die Jugend einzubinden.

Viele Termine und Aktivitäten listete der Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HKA), Dr. Ludwig Schießl, bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zur Post" auf. Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf sicherte den Forschern weiterhin Unterstützung durch die Stadt zu.

Der Bericht von Schriftführerin Christa Zapf machte deutlich, wo in den vergangenen Monaten der Schwerpunkt lag. Vor allem mit der Dialektpflege hatten sich mehrere Veranstaltungen befasst. So referierte Dr. Schießl bei einer Fortbildung an der Universität Eichstätt über die Dialektforschung. An der Grundschule in Winklarn beleuchtete er das "Nordbayerische". Mit einem Besuch der Dialekt-Lesung von Professor Ludwig Zehetner und der Teilnahme an der Dialektologen-Tagung in Hetzenbach wurde die überregionale Bedeutung der Dialektforschung in den Fokus gerückt. Zum Thema Dialekt gab es aber auch Basisarbeit bei drei Abenden des Dialektforums. Inzwischen haben 120 Termine dieser Art stattgefunden.

Kooperation mit Schule

Als herausragend im Jahresprogramm nannte Dr. Schießl das Symposium "Hausnamen und Ortsneckereien" in Kooperation mit dem Ortenburg-Gymnasium. Zum Jubiläum der Schule gelang die Präsentation einer über 400 Seiten zählenden Festschrift "50 Jahre Ortenburg-Gymnasium" mit einem Beitrag über den Dialekt. Bei der Jahreshauptversammlung der Schmeller-Gesellschaft war Dr. Schießl mit einem Beitrag über Doktor Eisenbarth vertreten. Außerdem konnte der Vorsitzende sein Wissen über den Dialekt im Nachleseheft zu den "5. Vogtländischen Mundarttagen" und beim Rundbrief des Fördervereins "Bairische Sprache und Dialekte" unter Beweis stellen.

Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Foißner berichtete über einen leichten Rückgang der Besucherzahlen und nannte es erfreulich, dass mit Theresia Pregler eine neue Halbtagskraft im Museum tätig ist. Er bedankte sich für die Mithilfe zahlreicher Engagierter, insbesondere bei Wilfried Neuber und der Ehrenbürgerin Erika Odemer.

Stadtarchivleiterin Christa Zapf informierte über das Ersatzquartier für das Archiv und ihren neu im Rathaus zur Verfügung stehenden Büroraum. Als Stellvertreterin des Bürgermeisters würdigte sie das Engagement der Mitglieder. Besonders die Publikationen von Dr. Schießl würden der Stadt zu größerer Bekanntheit verhelfen.

Kreisheimatpfleger Ludwig Berger berichtete aus seinem Aufgabengebiet über Termine mit dem Denkmalamt. Er würdigte den Einsatz sanierungswilliger Bürger und führte dazu einige Beispiele aus der Oberviechtacher Innenstadt ins Feld. Ein Anliegen ist ihm die Kirche in Hof, deren Zustand er als desolat bezeichnete. Auch die ehemaligen Bräukeller in Pirkhof und einige renovierungsbedürftige Marterl sowie das Sgraffito am alten AOK-Gebäude stehen ganz oben auf seiner Liste.

Kernaufgaben im Fokus

Vorausschauend auf das kommende Vereinsjahr kündigte der Vorsitzende an, man werde sich künftig wieder mehr auf die Kernaufgaben des Arbeitskreises konzentrieren. Einige Termine für Vorträge und Sonstiges sind bereits in Planung. In diesem Zusammenhang gedachte die Versammlung der Verdienste des verstorbenen Josef Blödt, der sich für Arbeitskreis und Museum engagiert hatte.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.