Mit Gästeführer in die Sperrzone

Lokales
Oberviechtach
06.10.2014
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Tradition haben die alljährlichen Wanderungen der Parteilosen Wählergruppe (PWG), die der Vorsitzende der PWG der Ortsteile, Egbert Völkl, organisiert. Diesmal war das Nachbarland Tschechien das Ziel. Zusammen mit dem ortskundigen Gästeführer Josef Ebenhöch wurde das ehemalige Dorf Plöß mit Friedhof besichtigt. Am Treffpunkt, dem ehemaligen Schlagbaum in Friedrichshäng, versammelten rund 20 Wanderer, die von Ebenhöch eine kurze Einführung erhielten.

Plöß hatte 1939 über 1100 Einwohner und war zu dieser Zeit ein beliebter Ausflugsort mit drei Gaststätten, einer Bäckerei, einem Fleischer und einem Schmied, erklärte er. Nach dem Krieg wurde das Dorf nach Abschiebung der Sudetendeutschen dem Erdboden gleichgemacht, da es in der Sperrzone lag. Mittlerweile hat die Natur sich das Gelände zurückerobert und es bestehen nur noch die Reste des alten Friedhofs und die Grundmauern der Friedhofskapelle, die mit viel Liebe und Einsatz des Heimatvereins Plöß hergerichtet wurden.

Auch über Schmuggler und den Heiligen Nepomuk, dessen Denkmal man vor Ort besichtigen kann, wusste Ebenhöch zu berichten. Nach dem Rückmarsch durch die naturbelassene Landschaft mit Vieh auf offener Weide klang der Nachmittag im Wirtshaus Gerstenmeier bei Kaffee und Köichln gemütlich aus. Ehrenmitglied Hubert Teplitzky unterhielt die Wanderer mit heimatlichen Weisen auf seinem Akkordeon.
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