Mit Glasfaser bis ans Haus

Bürgermeister Martin Prey (vorne links) und der Vorstandsvorsitzende von Amplus, Christof Englmeier, haben den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Dabei waren (vorne rechts) Siegfried Schollerer vom Planungsbüro Breitband Netzwerk und (hinten von links) VG-Leiter Anton Brand, Kommunalberater Dr. Johannes Böhm und Denise Jopke vom Amplus-Marketing. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
20.10.2015
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Nun dauert es nicht mehr lange mit dem schnellen Internet in der Gemeinde Niedermurach. In spätesten zehn Monaten sollen alle Ortsteile angeschlossen sein. Mit "Glasfaser bis ans Haus" steht dann eine Versorgung auf dem technisch höchsten Stand zur Verfügung.

In der Gemeinde Niedermurach ist der Startschuss für schnelles Internet gefallen. Bürgermeister Martin Prey und der Vorstandsvorsitzende der Amplus AG, Christoph Englmaier, haben am Freitag den Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau unterzeichnet.

Nachdem der erste Teil, der Internetausbau in Niedermurach und Pertolzhofen mit einem Kostenaufwand von 219 800 Euro (dazu ist ein Zuschuss von 100 000 Euro gewährt worden), werden im zweiten Teil des Ausbaus sämtliche Ortsteile der Gemeinde mit dem "schnellen Internet" versorgt. Wobei hier die 131 Haushalte den Vorteil haben, dass sie "Glasfaser bis ins Haus" bekommen und damit mit bis zu 200 Megabit versorgt werden.

Zehn Monate Bauzeit

In der knapp zehnmonatigen Bauzeit, in der die Haushalte die ideale Bandbreite für einen modernen Internet Service wie IPTV, Cloud-Applikationen und Streaming-Dienst erhalten, können sich Gewerbetreibende mit festen IP-Adressen, hohen Upload-Raten und überdurchschnittlicher Netzstabilität für das neue Internetzeitalter rüsten. Mit rund 34 Kilometer Glasfaserkabel stellt der niederbayerische Internetanbieter aus Teisnach die schnelle Verbindung zum World Wilde Web her. Beinahe jeder Haushalt außerhalb des Dorfkerns erhält gemäß dem Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung kostenlos einen Glasfaser Hausanschluss und eine Bandbreite von mindestens 30 Megabit/Sekunde.

Neben Nabburg ist Niedermurach die zweite Gemeinde, in der der reine FTTB-Ausbau im Landkreis Schwandorf durch Amplus erfolgt. In Mantlarn, Wagnern, Sallach, Altweichelau, Braunsried, Schwaighof, Nottersdorf, Höflarn, Enzelsberg, Rottendorf, Voggendorf, Reichertmühle und Ödhöfling verlegt Amplus Rohrverbände mit Speedpipe für jedes Anwesen, wodurch einige Grundstücke eine erhebliche Wertsteigerung erhalten.

Die Wirtschaftlichkeitslücke für diesen zweiten Ausbauteil beträgt 1 099 557 Euro, wofür nach den neuen Richtlinien eine Förderung von 80 Prozent (maximal 879 000 Euro) erfolgt. Erst die Übergabe des Förderbescheides an Bürgermeister Martin Prey in Nürnberg durch Staatsminister Dr. Markus Söder ebnete den Weg zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages, denn gemäß Förderrichtlinie dürfen vor Freigabe der Regierung keinerlei Maßnahmen umgesetzt oder in die Wege geleitet werden. Gleiches gilt für den Start von Baumaßnahmen, die schon bald beginnen werden.

Info-Versammlung

Vorher wird durch die Gemeinde in Verbindung mit Amplus noch eine Informations- und Aufklärungsversammlung abgehalten. Es wird geraten, vor diesem Zeitpunkt keine neuen Verträge mit Netzanbietern abzuschließen, da dadurch Nachteile entstehen können.
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