Mit junger Spitze ins Jubeljahr

Michael Preiss (Fünfter von rechts) führt als neu gewählter Vorsitzender die Parteilosen Wählergruppe Oberviechtach (PWG) durch die nächsten drei Jahre. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
21.04.2015
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Nicht einer Partei hinterherrennen, sondern unabhängig die Meinung sagen: Mit diesem Selbstverständnis feiert die Parteilose Wählergruppe Oberviechtach (PWG) 2016 ihren 60. Geburtstag. Eine "Verjüngung" darf da nicht fehlen.

Im Gasthof "Zur Post"resümierte der Vorsitzende der parteilosen Wählergruppe, Heinz Weigl, dass die meisten Beschlüsse im Oberviechtacher Stadtrat einstimmig gefasst würden. Die Arbeit im Gremium sei aber nicht leichter geworden.

Versammlungsreihe

"Am 12. Mai wird der Haushalt voraussichtlich verabschiedet", meinte Weigl, "dieses Jahr werden wir noch einmal viel Geld in die Hand nehmen müssen". Die Renovierung des Friedhofareals sei hier eine sehr wichtige Aufgabe. In den nächsten Jahren müsse man dann wieder etwas langsamer fahren. In seinem Rückblick erwähnte er das gemeinsame Sommerfest mit der PWG der Ortsteile, die Wanderung nach Plöß und die Jahresabschlussfeier im Gasthaus Dobmeier. Nach der Verabschiedung des Haushaltes werde die PWG wieder mit ihrer Runde "Bürger fragen - Stadträte der PWG antworten" auf Tour gehen. Dem Vorsitzenden der Ortsteile, Egbert Völkl, dankte Weigl für die gute Zusammenarbeit und für das Organisieren der Wanderungen.

Nach dem Kassenbericht von Udo Weiß standen die Neuwahlen auf der Tagesordnung. "Wir wollen die Weichen für die Wahlen 2020 stellen, und so möchte ich die Leitung der PWG Oberviechtach in jüngere Hände legen", meinte Weigl und schlug nach neun Jahren im Vorstand Michael Preiss für dieses Amt vor. Er habe Hoffnung, dass es noch immer junge Menschen gebe, die nicht einer Partei hinterherrennen, sondern unabhängig ihre politische Meinung sagen, führte er aus.

Bei den Neuwahlen unter der Leitung von Josef Lohrer wurde eine in der Spitze verjüngte Vorstandsmannschaft gewählt mit Michael Preiss als Vorsitzendem. Dieser dankte für das Vertrauen und äußerte den großen Wunsch, die PWG, die er für eine sehr wichtige Gruppierung in der Stadt halte, in guter Zusammenarbeit weiter voranzubringen. Heinz Weigl dankte er für die geleistete Arbeit.

Vermehrt Konfrontation

Fraktionssprecher Josef Lohrer sprach in seinem Bericht über eine neue Qualität der Stadtratsarbeit, die ausbau- und verbesserungsbedürftig sei. So lege die Opposition wenig Wert auf Kooperation und suche vor allem vermehrt Konfrontation gegen den Bürgermeister in Form von persönlichen und unsachlichen Angriffen. Dennoch seien die meisten Entscheidungen zur Tagesordnung nach wie vor einstimmig. Anträge und Anfragen würden nur gestellt, um auf sich aufmerksam zu machen, ohne zu hinterfragen, ob die Forderungen finanziert und umgesetzt werden können. "Sinnvollen Anträgen haben wir sehr wohl zugestimmt", betonte Lohrer.

Im Weiteren blickte Lohrer auf positive Veränderungen in Oberviechtach. Investitionen der Max-und-Margret-Schwarz-Stiftung wie das "MP 18", das "Haus der Stiftung", aber auch der Drogeriemarkt Rossmann und Straßen- und Parkplatz-Bauten werden seiner Meinung nach das Stadtbild positiv verändern. Die Neugestaltung des Friedhofs, Planung und Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten, Straßen - und Wegebau, das Jahnstadion, ein Brandschutzkonzept und das Freibad gehören für Lohrer zu den anstehenden Aufgaben.
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