Mit Lungenkraft zur Patenschaft

Auf dem Weg zur Patenschaft mussten die Gäste aus Nabburg ihr Lungenvolumen unter Beweis stellen. Zweiter Kommandant Robert Weber, Vorsitzender Harald Herrle, zweiter Vorsitzender Johann Dobler und Kommandant Andreas Ringlstetter (von links) pusteten in den 20-Meter-Schlauch, um einen Luftballon zum Platzen zu bringen. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
22.03.2015
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Vier Tage feiert die Feuerwehr der Patenstadt Nabburg im Sommer ihr Gründungsfest. Beim Patenbitten bei den Kameraden in Oberviechtach zeigte sich, das dem Jubelverein beim Feiermarathon bestimmt nicht die Puste ausgehen wird.

"Wir kommen mit einem besonderen Begehr - wir brauchen eine Patenwehr", leitete Harald Herrle, Vorsitzender der Feuerwehr Nabburg, am Samstagabend auf dem Marktplatz die Bitte um Patenschaftsübernahme ein. Zur Ehrerbietung an die Wehr der Eisenbarthstadt, waren die Nabburger mit einer großen Abordnung aufmarschiert. Eine eigene "Feuerwehr-Blaskapelle" spielte den Schaulustigen ein paar Ständchen.

Demütige Bittsteller

Nachdem die Oberviechtacher vor zwei Wochen ihrerseits erfolgreich in Nabburg um Übernahme der Patenschaft beim eigenen Jubiläum (10. bis 13. Juli) gebeten hatten, war es eigentlich schon klar, dass sie sich bei den Floriansjüngern von der Naab, die von 31. Juli bis 3. August ebenfalls 150-jähriges Bestehen feiern, revanchieren werden. Trotzdem wollten sie es den Bittstellern nicht allzu leicht machen, und so mussten die Gäste ihr Anliegen auf dem Holzscheit knieend vortragen.

Und die Vorsitzenden Harald Herrle und Johann Dobler sowie die Kommandanten Andreas Ringlstetter und Robert Weber mussten schon ein wenig schlucken, als ihnen die nächste Prüfung eröffnet wurde: Einen Luftballon, der sich am Ende eines 20 Meter langen B-Schlauches befand, mussten die Vier mit der Kraft ihrer Lungen aufblasen und zum Platzen bringen. Doch die Führungskräfte der Nabburger Wehr meisterten diese schwere Aufgabe mit Bravour. Hans Roßmann, Vorsitzender der Feuerwehr Oberviechtach, gab schließlich grünes Licht: "Er ist uns eine große Ehr', zur Seit' zu steh'n als Patenwehr. Ja, wir machen's, keine Frage und freuen uns auf tolle Tage".

Damit war die Patenschaftsübernahme besiegelt. Und mit dem Bier aus einem zu einer Schänke umgebauten Pulverlöschfahrzeug wurde auf ein gutes Gelingen beider Feste angestoßen. Nach dem Umtrunk ging es mit Musikbegleitung ins Pfarrheim, wo zu Schweine- und Krustenbraten die drei "Hoglbouchernen" aufspielten und die Stimmung aufheizten. Vor allem die Festmädchen und -damen stellten eine beachtliche Frühform für die Jubiläumsfeierlichkeiten unter Beweis.

Mit der Patenschaftsübernahme fügen die Wehren aus Nabburg und Oberviechtach ihrer Freundschaftsgeschichte ein weiteres Kapitel an: Schon bei den Jubiläen vor 25 und 50 Jahren feierten die Eisenbarthstädter als Patenverein an der Naab mit.
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