Mit Mehrwert wie die Rose

Pfarrer Alfons Kaufmann (links) vergleicht die Ehe mit einer Rose. Und Rosen gab es auch für alle Paare, die 20, 25, 35, 40 und 50 Jahre verheiratet waren. Bild: nid
Lokales
Oberviechtach
17.10.2015
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Jede dritte Ehe in Deutschland scheitert irgendwann. Und "Das verflixte 7. Jahr" - 1955 auch der Titel eines Billy-Wilder-Films - ist für Ehen gemäß Statistik tatsächlich sehr gefährlich. 27 Paare aus Oberviechtach sind vorläufig aus dem Schneider.

An langjährige Ehepaare richtete sich am Sonntag ein Jubiläumsgottesdienst in der Pfarrkirche Oberviechtach. An sie adressierte Stadtpfarrer Alfons Kaufmann seine Worte ganz besonders, schließlich hätten sie ein großes oder kleines Ehejubiläum zu feiern. "Sie haben gemeinsam Ihre Ehe gelebt, und wenn Sie heute zurückschauen, haben Sie in diesen Jahren die Höhen und Tiefen gemeinsam miteinander gemeistert", stellte der Pfarrer fest und fügte hinzu: "Dies ist ein Grund dankbar zu sein."

27 Paare hatten an dem Dankgottesdienst vorwiegend in den ersten Kirchenbänken Platz genommen. Alle konnten sie in diesem Jahr auf ein Ehejubiläum von 20, 25, 35, 40, 45 zurückblicken, 5 von ihnen sogar auf 50 gemeinsame Jahre.

In der Predigt kündigte der Geistliche an, er werde den Jubilaren am Ende der Messe eine Rose überreichen. Er spannte den Bogen zu einer Erzählung von Rainer Maria Rilke und ging auf die Bedeutung einer Rose ein. Ähnlich wie bei einer Rose, die als Zuwendung für das Herz gelte, "geht's im Leben nicht zuerst ums Nützliche und Praktische".

Es geht um mehr", sagte er und fuhr fort: "Es ist in sich gut, wenn Menschen nicht allein durchs Leben gehen. Mann und Frau ergänzen sich, sind füreinander geschaffen. Und es ist sehr gut, wenn Kinder behütet in einer Familie aufwachsen können. Viele gute Gründe gibt es für eine Ehe. Und noch mehr. Die Ehe hat einen Mehrwert. Dafür steht die Rose." Die vorgetragenen Fürbitten richteten sich unter anderem an jene, deren Liebe und Ehe zerbrochen ist und jene, die im Alter einsam geworden sind.

Bei der Segnung der Jubelpaare bat Kaufmann, dass sie sich, wie einst, die Hände reichen sollen. Gott möge sie in seinem Segen geborgen halten bis zum Ende des Lebens, so sein Wunsch. Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat die Ehejubilare zu einem Weißwurstfrühschoppen in das Pfarrheim ein.
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