Mittelschüler besuchen Konzentrationslager Flossenbürg und Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
Am Ort des Grauens fließen Tränen

Die Klasse M8c der Doktor-Eisenbarth-Schule besuchte das Dokumentationszentrums "Reichsparteitagsgelände" in Nürnberg. Bild: akp
Lokales
Oberviechtach
29.07.2015
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Zusammen mit dem P-Seminar "Gedenkstättenpädagogik" unter Leitung von Studiendirektor Ulrich Wohlgemuth vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und einer Delegation der Partnerschule von der Obchodni Akademie aus Prag besuchten die Schüler der Klasse M8c der Doktor-Eisenbarth-Schule das Konzentrationslager in Flossenbürg.

Bereits im Vorfeld hatten sich die P-Seminaristen mit der Klasse M8c an einem Vormittag zusammengesetzt, um den Ablauf der gemeinsamen Veranstaltung zu koordinieren. Die 11. Klasse des Ortenburg-Gymnasiums, welche in der Projektarbeit bereits einen Fragenkatalog zur Zeitzeugenbefragung erarbeitet und in einer Exkursion Theresienstadt besucht hatten, betreute die Mittelschüler. Gemeinsam erarbeiteten sie mit den Jüngeren Themenbereiche wie Häftlingsarbeit, Schutzstaffel (SS), Zwangsarbeit, Sterben und Tod im KZ Flossenbürg.

Die Teilnehmer der Eisenbarth-Schule präsentierten beim Besuch in Flossenbürg ihre Arbeitsergebnisse dem P-Seminar und den tschechischen Gästen. Hana Bubenícková von der Prager Partnerschule des Gymnasiums hatte Schwerstarbeit zu leisten, als sie die sehr umfangreichen Beiträge für die Gäste in das Tschechische übersetzte. Die Wirkung der Vorträge wurde durch die Wahl des Präsentationsortes, ausgesucht von den Schülern, an den Stellen des Grauens (Kommandantur, Krematorium, Steinbruch) nachhaltig unterstrichen, so dass auch die eine oder andere Träne floss.

Die Klasse M8c besuchte zur weiteren Vertiefung der Thematik das Dokumentationszentrum "Reichsparteitagsgelände" in Nürnberg, wobei sie von Klassenleiter Alois Köppl und Fachlehrerin Marina Schießl begleitet wurden. In Nürnberg verbauten die Nationalsozialisten zum großen Teil den in Flossenbürg unter unmenschlichen Bedingungen gebrochenen Granit. Die Teilnehmer der Exkursion konnten sich an Ort und Stelle ein Bild vom monumentalen Größenwahn und dem Führerkult der Nazidiktatur machen.
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