Mühle und Pfarrkirche bei Georgenberg als Ziel
Kolping auf Tour

Lokales
Oberviechtach
27.10.2015
0
0
(baf) Im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie Oberviechtach steht traditionsgemäß eine Kirwa-Wanderung. Heuer entschloss sich die Vorstandschaft um Michael Herzog ein etwas weiter entferntes Ziel anzusteuern und der Mühle Gehenhammer und der Pfarrkirche in Neukirchen St. Christoph in der Gemeinde Georgenberg einen Besuch abzustatten. Die Mühle bietet zur Kirchweih ihren Gästen Oberpfälzer Spezialitäten, die Pfarrkirche in Neukirchen St. Christoph ist als Gotteshaus mit einer wechselvollen Geschichte allemal einen Besuch wert.

Auf einem Teilstück des Nurtschweges mit der Nummer 6 ging es ab Neukirchen durch die herrliche Herbstlandschaft mit Blick auf die verstreuten, weit auseinanderliegenden Anwesen zur Mühle Gehenhammer. OWV-Vorsitzender Manfred Janker hatte Thekla Binder, die die Organisationsarbeit übernommen hatte, diese Route vorgeschlagen. In der kleinen, aber urgemütlichen Wirtsstube erlebten die Teilnehmer dann echte Oberpfälzer Gastlichkeit. Die Wirtsleute hatten auch hausgemachte Spezialitäten wie Köichl und Schmierkuchen vorbereitet. Das Gotteshaus in Neukirchen St. Christoph bildete den zweiten Programmpunkt. Alfons Binder hatte die historischen Daten recherchiert und trug sie an Ort und Stelle vor. 1609 erbaute Georg Christoph von Wirsberg eine Kapelle im Georgenberger Wald.

Nachdem 1656 die Herrschaft dieses Gebietes auf die Lobkowitzer übergegangen war, begann Michael Weinzierl, Pfarrer von Waldthurn und Lobkowitzer Rat, ab 1702 die verfallene Kapelle mit Lizenz des Ordinariats zur Kirche um- und auszubauen und konnte sie schließlich 1709 benedizieren. 2009 wurde das 300-jährige Weihejubiläum begangen. Im Innenraum der Hallenkirche zeigt das vom Weidener Kunstmaler Vierling geschaffene Altarbild den Kirchenpatron Christophorus, der als "Christusträger" das Jesuskind über den Fluss bringt, wie es die Heiligenlegende erzählt. Im vorderen Bereich fällt die doppelseitige Rosenkranzmadonna mit sechs Gesätzchen auf. Dies ist eine echte Rarität. Bei dem 6. Gesätzchen soll es sich um einen erhörten Hilferuf der Bevölkerung in Pestzeiten handeln.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.