Muskulatur stärken

Heilpraktiker Oliver Günzler zeigte auf, wie Gelenke mit Hilfe der Dorn-Methode wieder in die natürliche Position gebracht werden können. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
20.02.2015
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Die Wirbelsäule wird von 150 Muskeln stabilisiert. Bei der "Dorn-Methode" werden verschobene Wirbelkörper in ihre natürliche Position gebracht. Dass es dabei "knacken" darf, erklärte Referent Oliver Günzler in Theorie und Praxis.

"Rutsch mir den Buckel runter! Zeige doch Rückgrat! Du fällst mir in den Rücken!" - Mit diesen Sprichwörtern zeigte Oliver Günzler die Bedeutung der Wirbelsäule auf, die von 150 Muskeln stabilisiert wird. Auf Einladung des Naturheilvereins referierte der Heilpraktiker im Gasthof "Taverne" in Lind über die "Dorn-Breuss-Methode", eine Wirbelsäulen- und Gelenktherapie, die sanfte Wege zu einem gesunden Rücken aufzeigt.

"80 Prozent der Bundesbürger haben Rückenprobleme und jedes Jahr werden 200 000 Menschen an der Wirbelsäule operiert", sagte Günzler und verwies auf die Aussage einer Krankenkasse, wonach 85 Prozent der operativen Eingriffe überflüssig seien. Mit der "Dorn-Methode", die 1975 von dem Allgäuer Landwirt Dieter Dorn (geboren 1938, gestorben 2011) entwickelt wurde, gebe es eine sanfte, gefühl- und kraftvolle Methode, um die verschobenen Wirbelkörper und Gelenke wieder in die natürliche Position zu bringen. Beckenschiefstand und ungleiche Beinlängen könnten dadurch dauerhaft behandelt werden. Diese Methode, mit der Dieter Dorn als medizinischer Laie anfänglich Freunde mit Rückenproblemen "behandelt" hatte, erwies sich als erfolgreich und wurde weiter ausgebaut. Ähnlich der Chiropraktik, bei der es auch mal "knackt", wird diese angewendet.

Mit der "Breuss-Massage", einer manuellen und energetischen Massage, die sanft, aber effektiv ist, könne die Dorn-Methode kombiniert werden. Durch diese besondere Massage könnten kleinere Fehlstellungen der Wirbel korrigiert werden, auch muskuläre Verspannungen und Blockaden werden gelöst. An Beispielen demonstrierte der Heilpraktiker diese "Dorn-Breuss-Methode", die er seit 2005 in seiner Praxis anwendet. Er gab den zahlreichen Zuhörern einfache Übungen für zu Hause an die Hand. "Nehmen Sie sich täglich einige Minuten für den Rücken Zeit und stärken Sie die Muskulatur!", empfahl der Heilpraktiker.

Zusammen mit Methoden der Stressbewältigung könne dadurch viel für den Rücken getan werden, da schwache Muskulatur und Stress als Auslösefaktoren für Rückenschmerzen gelten. Abschließend bedankte sich Dr. Karl-Heinz Foißner mit dem obligatorischen Eisenbarth-Elixier.
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