Neue "Perle" prägt Stadtbild

Wenn Stadt und Stiftung an einem Strang ziehen - dann kommt Großartiges dabei heraus. In diesem Fall ein Kunstwerk am Dr.-Max-Schwarz-Platz zwischen dem "Haus der Schwarz-Stiftung" und dem Drogeriemarkt Rossmann. Stiftungsratsvorsitzende Erika Odemer und Bürgermeister Heinz Weigl enthüllten die Stahl-Skulptur nach der Segnung des neuen Hauses.
Lokales
Oberviechtach
29.09.2015
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Am Montag hätte Dr. Max Schwarz seinen 117. Geburtstag feiern können. Die Stadt feierte dennoch - und zwar die kirchliche Segnung vom "Haus der Schwarz-Stiftung". Diese ist seit 1993 in Oberviechtach präsent und nun mit einem weiteren Dienstleistungsgebäude unübersehbar.

Es war ein Festtag für Stadt, Stiftung und Bürger - und auch das Wetter passte. Als sich die Ehrengäste zum Festakt am neuen Dr.-Max-Schwarz-Platz versammelten, lachte die Sonne vom Himmel. Auch Bürgermeister Heinz Weigl strahlte, als er die Gäste zu diesem denkwürdigen Tag begrüßte. Nachdem vor einem Jahr, am 17. September 2014 das Dienstleistungsgebäude "MP 18" am Marktplatz eingeweiht werden konnte, erhielt nun ein weiteres neues Gebäude der Dr.-Max-und-Margret-Schwarz-Stiftung den kirchlichen Segen.

Eineinhalb Jahre gebaut

"Ich bin dankbar, dass sich die Stiftung dafür entschieden hat, erneut in Oberviechtach zu investieren. Die Stadt selbst wäre aus finanziellen Gründen dazu nicht in der Lage gewesen", sagte Weigl am Standort vom ehemaligen "Haus der Bäuerin". Hier sei jetzt nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit ein gelungenes Gebäude mit Arzt- und Zahnarztpraxis, Apotheke und Reisebüro entstanden. Dem Architekten Christian Schönberger dankte Weigl für die Planung und zügige Abwicklung - und ebenso wie weitere Redner auch Sachbearbeiter Wolfgang Ruhland für dessen Verhandlungsgeschick und Einsatz.

Hindernisse und Mühen

Die beiden Geistlichen, Alfons Kaufmann und Dr. Harald Knobloch, nahmen die kirchliche Segnung vor. "Das sehr gelungene Gebäude wertet die Stadt auf und ist ein Geschenk für uns Oberviechtacher", sagte der Stadtpfarrer. Sein evangelischer Amtsbruder wünschte sich ein "Haus der Begegnung", denn dann sei dieses auch auf Fels gebaut. Die Ansprache hielt Ehrenbürgerin Erika Odemer. "So schön es geworden ist, so mühevoll und hindernisreich war seine Entstehung", sagte die Stiftungsratsvorsitzende und erinnerte an die Zeit, als hier ein privates und städtisches Haus standen. Sie dankte den Mietern, Dr. Georg Schwindl und Apothekerin Renate Balk-Greinke, ohne deren Tatkraft das Projekt nie Gestalt angenommen hätte.

Odemer berichtete vom Mitspracherecht von Regierung und Denkmalamt. "Als der Bau schon weit fortgeschritten war, ist es der Stadt gelungen, doch noch eine Genehmigung für Dachgauben zu bekommen. In diesem großzügigen Dachraum wird sich zukünftig eine Zahnarztpraxis befinden.", freute sich Erika Odemer. "Ohne die gute Zusammenarbeit von Rathaus, Stiftung, Stadt, Architekt, Mietern und Handwerkern stünden wir heute nicht hier", betonte sie und enthüllte zusammen mit Bürgermeister Heinz Weigl ihr "schwergewichtiges" Geburtstagsgeschenk an Dr. Max Schwarz und damit an die Stadt. Die Stahl-Skulptur stammt von Künstler Thomas Röthel.

"Dr. Schwarz liebte nicht nur barocke Figuren, sondern auch Skulpturen aus verrostet aussehenden Stahl. Diese erinnerten ihn an sehr alte Bücher", erklärte die Ehrenbürgerin. Anschließend nahm sie von Architekten Christian Schönberger den symbolischen Schlüssel entgegen. Dabei stellte sie nochmals dessen Geschmack und Gespür für das entstandene Ensemble "Haus der Schwarz-Stiftung" und Drogeriemarkt Rossmann heraus. "Unser Büro ist seit 2005 mit dem Projekt beschäftigt", betonte der Architekt und berichtete von verschiedenen Sanierungs- und Neubauvarianten. Er dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und auch den 30 am Bau beteiligten Firmen. Die Kosten für das neue Dienstleistungsgebäude mit 1150 Quadratmetern Mietfläche belaufen sich auf rund 2,75 Millionen Euro; zuzüglich 380 000 Euro für die Platzgestaltung.

"Trotz nachträglichem Ausbau der Dachgauben wurde der Zeitplan eingehalten", betonte Schönberger. Der stellvertretende Landrat Jakob Scharf gratulierte zur "städtebaulichen Perle" als weiteren Mosaikstein und sprach Fantasie, mutige Ideen und auch ein Quäntchen Glück an. Im Namen der Mieter dankte Dr. Georg Schwindl, dass alle Klippen gemeistert wurden und das "Frau Odemer aus der Ferne den Weitblick hat, was dem Stadtbild und der Stadtentwicklung gut tut."
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