Neue Rohre reichen nicht

Nach den abgeschlossenen Kanalbauarbeiten wird der Gehsteig in der Nunzenrieder Straße auf beiden Seiten erneuert. Links ist dies vom Haus der Stiftung bis circa 100 Meter unterhalb des Drogeriemarktes Rossmann der Fall.
Lokales
Oberviechtach
16.05.2015
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"Es sind halt die Überraschungen, welche bei Sanierungen auftauchen," sagte Bürgermeister Heinz Weigl als er im Stadtrat mitteilte, dass der Kanal in der Schmiedgasse "nicht dicht ist". Eine lebhafte Diskussion löste ein Antrag für das Gutachten "Wanderungsbewegung" aus.

Nach der Haushaltsberatung (wir berichteten) informierte Bürgermeister Heinz Weigl über die derzeit laufende Verrohrung des Stadtbaches unter der Kreisstraße 2159 im Hütgraben im Altstadtsanierungsprojekt "Entlastungsstellplätze/Querungshilfe". Beim Öffnen des Straßenkörpers habe sich herausgestellt, dass der Mischwasserkanal in der Schmiedgasse nicht mehr dicht ist. Das Kanalschachtbauwerk sollte deshalb im Zuge der laufenden Maßnahme gleich mit aus der Straße entfernt werden.

Sanierungsvorschlag

Allerdings weise auch der tiefer liegende Schmutzwasserkanal Schäden auf - und das eventuell bis zur Stadtmitte. Eine Kanalsanierung von innen sei nicht möglich. "Wir sollten das Ingenieurbüro Weiß in Neunburg damit beauftragen, die Schäden festzustellen und einen Sanierungsvorschlag zu erarbeiten", sagte der Bürgermeister. Das Gremium war damit einstimmig einverstanden.

Wegzüge analysieren

Keine Gegenstimme gab es auch zum Beschluss für die Oberdecken-Erneuerung für den Gehsteig in der Nunzenrieder Straße. Die Kanalarbeiten sind hier seit einiger Zeit abgeschlossenen, nun müssen noch Kabel verlegt werden. Die Räte zeigten sich damit einverstanden, das Pflaster vom Haus der Stiftung nicht nur bis zur unteren Ecke des Rossmann-Drogeriemarktes zu verlegen, sondern gleich noch circa 100 Meter weiter, da der Gehsteig auch hier marode sei. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird der Weg abgefräst und neu asphaltiert. Der im Bauausschuss gefasste Beschluss vom 8. April 2014 wurde aufgehoben.

Mit 8:8 Stimmen wurde abgelehnt, Mittel für ein Gutachten "Wanderungsbewegung" in den Haushalt einzustellen. Über diese Thematik wurde schon 2013 diskutiert. Den aktuellen Antrag hatte Dr. Alexander Ried von der Fraktionsgemeinschaft CSU/CWG/Aktive gestellt. Laut Dr. Ried solle die Analyse die Gründe für die Verlegung des Wohnorts näher beleuchten, damit man dem zielführend entgegenwirken könne. "Der Sinn der Untersuchung erschließt sich mir nicht", meinte Josef Lohrer von der PWG/SPD/JW-Fraktion. "Wir benötigen das Geld wo anders eher", sagte Bürgermeister Heinz Weigl, der die von Christian Schneider vermuteten Kosten mit circa 5000 Euro, als dafür nicht ausreichend ansah. "Derzeit gibt es einen leichten Überhang von Zuzügen", sagte Weigl. Bei der Abmeldung müssten die Bürger jedoch keinen Grund angeben und so gäbe es in der EDV auch keine Anhaltspunkte dafür.

"Wir verlieren Einwohner und da müssen wir umsteuern", bekräftigte Alexander Flierl und betonte: "Mit dem Konzept der 90er Jahre können wir nicht auf die aktuellen Fragen antworten." Weiterer Bericht folgt.
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