Neue Spielszenen überraschen

Die Barockzeit lebt wieder auf am Marktplatz Oberviechtach: Doktor Eisenbarth ist an seinen Geburtsort zurückkehrt und erinnert an seine "medizinischen Wundertaten", wie es viele seiner Zeitgenossen sahen. Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
02.06.2015
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Mit Doktor Eisenbarth zieht wieder ein barockes Leben auf dem Oberviechtacher Marktplatz ein. Für die letztmalige Inszenierung in der herkömmlichen Form hat sich Regisseur Michael Eckl wieder einige interessante Spielvarianten einfallen lassen.

Die Wetterprognosen stehen gut für den Auftakt des Doktor-Eisenbarth-Festspiels am morgigen Fronleichnamsfest, wenn um 21 Uhr die Fanfaren des Kolping-Spielmannszugs die 14. Spielrunde eröffnen werden. Die Feierlichkeiten beginnen aber bereits um 19 Uhr.

Einzug mit Schirmherrn

Dann zieht Schirmherr MdL Alexander Flierl zusammen mit den Ehrengästen auf den Marktplatz ein, um anschließend zusammen mit Doktor Eisenbarth (Dr. Florian Waldherr), Bürgermeister Heinz Weigl und Spielleiter Martin Zimmermann die Saison zu eröffnen, bei der die herkömmliche Form des Spiels zum letzten Mal zur Aufführung kommt.

Auch bei der aktuellen Inszenierung hat Regisseur Michael Eckl wieder einige neue Varianten umgesetzt. Zum Beispiel tritt Lisa-Marie Berger nicht mehr als das Mädchen auf, das die Zuschauer zusammen mit Eisenbarths Geist (Dr. Reiner Reisinger) durch das Spielgeschehen begleitet, sondern als Wirtstochter Julia, die im Gasthof zum Schwarzen Bären auch in den väterlichen Schankbetrieb mit eingebunden ist.

Neben den bisher schon mitreißenden artistischen Darbietungen der Gauklertruppe, jetzt unter Leitung von Michael Teplitzky, kommt heuer das exotische Feuerspektakel noch mehr zur Geltung, wenn zur Musik des Kolping-Spielmannszugs die Feuerpois über die Treppen der Kirchenaufgangs schwingen. "Das war Eisenbarths Vermarktungsbetrieb", begründet Regisseur Michael Eckl die Aktivitäten der Artisten und Tänzerinnen. Die atemberaubenden Pyramiden der Gaukler und die begleitenden Aktionen der Feuerspucker werden auch heuer wieder die Zuschauer in Staunen versetzen.

Nur gute Plätze

Nächstes Jahr folgt auf das Festspiel bisheriger Prägung eine szenische Wanderung, bei der die Zuschauer unmittelbar in das Spektakel eingebunden sind. Wer aber das Festspiel in der traditionellen Form noch erleben will, der hat in der 14. Spielsaison noch einmal Gelegenheit dazu. Die maßgerecht in den Marktplatz eingebaute Tribüne, die von jedem Platz ein herrliches Blickfeld auf die verschiedenen Schauplätze eröffnet, bietet das ideale Ambiente für das nächtliche Spielgeschehen, dessen Wirkung mit einer ausgeklügelten Lichttechnik auf faszinierende Weise zur Geltung kommt.
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