Nikolaus mahnt Frieden an

Alle Augen richten sich auf den Nikolaus. Er nutzt den Auftritt beim Christkindlmarkt, um zumindest in den Familien Frieden einzufordern. Bilder: frd (3)
Lokales
Oberviechtach
06.12.2015
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"Frau Holle" hat als einzige den Christkindlmarkt verschlafen. Aber Engel und Bürgermeister waren da, und im Gedränge der vielen Besucher war es nicht allzu kalt. Der Nikolaus konnte sich über das musikalische Angebot in Oberviechtach auch nicht beklagen.

Pünktlich um 11 Uhr tauchte das Christkind mit seinen Engeln auf, um zusammen mit Bürgermeister Heinz Weigl den Oberviechtacher Christkindlmarkt zu eröffnen. Das Stadtoberhaupt dankte zunächst allen, die ihren Beitrag dazu geleistet hatten, besonderes aber der Geschäftswelt, die durch ihre Spenden das Beschenken der Kinder durch den Heiligen Nikolaus möglich gemacht hatte. Albert Zinkl hatte dazu in den vergangenen Tagen wieder die Spenden eingesammelt.

Zuvor hatte nach alter Tradition der evangelische Posaunenchor mit seinem "Vom Himmel hoch, da komm ich her" die hohen Gäste angekündigt. Das Christkind hatte auch gleich bei seiner Ankunft mit seinen Engeln den "Himmelsschlitten" auf dem neuen und nahen Parkplatz im Hütgraben geparkt. Es konnte auch gleich feststellen, dass sich in Oberviechtach seit dem vorigen Jahr doch allerhand zum Positiven hin verändert hat.

Ideal zum Einkaufen

Mit einem "Freut Euch, ihr Leute" eröffnete das Christkind seinen Prolog und ermunterte die Besucher, recht lange in Oberviechtach zu bleiben und die guten Angebote sowohl auf dem Christkindlmarkt als auch in den Oberviechtacher Fachgeschäften zu nutzen. Sie alle hatten an diesem Tag guten Zulauf. Da ging so manches Weihnachtsgeschenk über den Ladentisch und machte teure Fahrten in die größeren Städte schnell überflüssig.

Nachdem Christkind und Bürgermeister Weigl den 37. Christkindlmarkt eröffnet hatten, stimmte der Posaunenchor mit Advents- und Weihnachtsliedern auf die Vorweihnachtszeit ein. Die Kinder des Oberviechtacher Grundschulchors und des Anton-Bruckner- Kinderchores ließen gemeinsam ihre hellen Kinderstimmen über den Marktplatz erklingen.

Die kleinen Sänger zeigten, dass in Bayern Musik schon von Kindesbeinen an zum Leben gehört und gerade in der Zeit um Weihnachten beim Publikum gut ankommt.

Trauriger Heiliger

Nach den weihnachtlichen Weisen von der Stadtkapelle und dem Kolping-Spielmannszug Oberviechtach kündigte sich auch schon der Nikolaus (Klaus Habl) mit dem Christkind und einer großen Engelschar an. Der heilige Mann zeigte sich traurig über die Kriege in der ganzen Welt und mahnte, wenigstens in den Familien und in der Heimat seinen Mitmenschen friedlich zu begegnen. Nur dann könne auch Licht in die Herzen der Menschen kommen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet. Glühweinduft zog über den Marktplatz, der schon vor dem Nikolausbesuch sehr gut gefüllt war. Nicht nur die Kinder strahlten, weil sie vom Nikolaus beschenkt worden waren. Nebenan in der Kirche ging es dann gleich weiter mit Musik beim Vorabendgottesdienst, den Schüler des Ortenburg-Gymnasiums umrahmten. Den letzten Part übernahm der Festspielverein: Er servierte "Christmas-Rock" und sorgte dafür, dass auch nach 21 Uhr der Marktplatz noch nicht geräumt war. Vor allen Dingen die Jugend kam dabei auf ihre Kosten.
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