Oberst Bernd Holthusen inspiziert Kooperation mit den Oberviechtacher Panzergrenadieren
Reservisten als Verstärkung und Mittler

Mit der Kooperation zwischen Reservisten und Panzergrenadieren waren die Soldaten beim Besuch von Oberst Bernd Holthusen (vorne, Dritter von links) zufrieden, allerdings wünschen sich die Reservisten mehr Verständnis von den Arbeitgebern für die Freistellung zu Wehrübungen. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
20.10.2015
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Die Zusammenarbeit klappt. Davon überzeugte sich der Inspizient für Reservistenangelegenheiten im Heer, Oberst Bernd Holthusen, bei einem Besuch des Panzergrenadierbataillon 122 in Oberviechtach. Er nahm die Zusammenarbeit der Grenadiere mit den Reservisten der Bundeswehr unter die Lupe.

Reservisten leisten wichtige Unterstützungsaufgaben für die aktive Truppe der Bundeswehr. Sie ersetzen in der Heimat Personal, welches in Auslandseinsätzen Dienst leistet oder aufgrund längerer Lehrgänge abwesend ist. Sogar in den Einsätzen bringen Reservisten wertvolle zivile Erfahrungen ein. Um selbst auf aktuellem Stand zu bleiben, müssen die Reservisten jedoch auch regelmäßig ihr militärisches Handwerkszeug üben. Oberst Holthusen, der direkt der Führung des Heeres berichtet, ließ sich deshalb einweisen, wie im Panzergrenadierbataillon die Reservisten eingebunden sind.

Kommandeur Oberstleutnant Mario Brux erklärte, dass allein im vergangenen Quartal 16 neue aktive Reservisten aus ausscheidenden Soldaten gewonnen wurden. Das Gespräch kam auch auf die neu aufgestellte vierte Kompanie des Panzergrenadierbataillons 909. Diese Einheit ist ebenfalls in der Oberviechtacher Grenzland-Kaserne beheimatet und besteht nur aus Reservisten. Oberstleutnant Brux erläuterte, wie seine Soldaten diese bei einer Vielzahl von Übungen und Ausbildungen nach Kräften unterstützen. Im anschließenden Gespräch mit Soldaten und eigens angereisten Reservisten betonte Oberst Holthusen die Bedeutung der Reserve für die Bundeswehr. Sie sei nicht nur eine wertvolle Verstärkung für die aktive Truppe. Sie diene auch als ein wichtiger Mittler zwischen der Bundeswehr und der zivilen Gesellschaft. Dass es hier Verbesserungspotenzial gibt, zeigten auch die Beiträge der Reservisten, welche an der Gesprächsrunde teilnahmen. Sie berichteten von Schwierigkeiten, die Unterstützung ziviler Arbeitgeber für ihr Engagement in der Bundeswehr zu erhalten. Eine Freistellung für eine Wehrübung sei keine Selbstverständlichkeit mehr.
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