Oberstleutnant Henry Kunze hält Ansprache am Kriegerdenkmal in der Allee
Sehnsucht nach Versöhnung

Auch ein Ehrenzug der Bundeswehr stand bei der Gedenkfeier am Ehrenmal Spalier. Bürgermeister Heinz Weigl legte nach den Ansprachen den ersten von fünf Kränzen nieder. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
18.11.2014
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Beim Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche wurde im Gebet der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege und der Opfer von Terror und Gewalt gedacht. Anschließend marschierten die Vereine mit Fahnenabordnungen, darunter auch der Ehrenzug der Bundeswehr, zu den Klängen des Kolping-Spielmannszuges zum Ehrenmal in der Allee.

Nach einem Choral der Stadtkapelle stellte der stellvertretende Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, Oberstleutnant Henry Kunze fest, dass am Tag der Volkstrauer zum Ausdruck komme, dass Menschen und Völker in einer tiefen Sehnsucht nach Frieden, Freiheit und Versöhnung, verbunden sind. Er bedauerte, dass dieser Tag in zunehmendem Maße von immer weniger Menschen getragen und die Frage nach seiner Sinnhaftigkeit immer lauter gestellt werde.

Doch gerade im Jahr 2014 könne auf den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren und auf den Fall der Mauer vor 25 Jahren zurückgeblickt werden. Bei der Gestaltung eines integrierten Europas sei die Europäische Union ein großes Friedens- und Versöhnungswerk, betonte Kunze. Angesichts der Krisen in der Ukraine und der arabischen Welt, werde am Volkstrauertag immer wieder bewusst, wie wichtig das Eintreten für den Frieden und die Freiheit ist, was die Unabhängigkeit sichere. Dafür sei völkerübergreifende Unterstützung und Solidarität notwendig. Bei seiner Rede stellte Oberstleutnant Kunze auch den hohen Stellenwert der Arbeit der "Deutschen Kriegsgräberfürsorge e. V." heraus, die sich in vorbildlicher Weise für den Pflege und den Erhalt der Kriegsgräber einsetze. Dabei bedankte sich der Redner im Namen aller Soldaten für die hohe Spendenbereitschaft gerade in der Region Oberviechtach sowie in den Patengemeinden. Auch heuer liege man mit dem Sammelergebnis weit vorne im Freistaat.

Mahnende Worte sprachen Pfarrer Alfons Kaufmann, Pfarrerin Heidi Gentzwein und zwei Vertreter der katholischen Pfarrjugend. Die Gedenkfeier endete mit dem Lied vom "Guten Kameraden" sowie der Bayern- und der Nationalhymne.
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