Ohne Couch und Rakete

Bei der Party auf dem Marktplatz waren Böller und Raketen tabu, dafür durften Wunderkerzen - bekannter unter dem bayerischen Ausdruck "Sterndlwerfer" - den Zauber früherer Silvesternächte heraufbeschwören.
Lokales
Oberviechtach
02.01.2015
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Erst gut essen, dann ohne Gastgeber-Pflichten in das neue Jahr hinein feiern: Das war an Silvester für viele Oberviechtacher die Devise. Konkurrenz für die eigene Couch bot der Marktplatz mit einer Silvesterparty, die schon weit vor Mitternacht jede Menge Gäste anlockte - ganz ohne Feuerwerk.

Die Frage "Was machen wir an Silvester?" stellte sich für viele in Oberviechtach und Umgebung überhaupt nicht. Für die Jugend und das schon etwas ältere Publikum stand fest, dass der Jahreswechsel heuer am besten im Kreis von Freunde und Bekannten gefeiert wird. Und möglichst viele von ihnen passen ins "Wohnzimmer der Stadt", den Oberviechtacher Marktplatz.

Kein frostiger Empfang

Für eine ausgiebige Feier stärkten sich in der Silvesternacht nicht wenige in einem Lokal im Stadtgebiet. Sie schufen damit auch eine gute Unterlage für das große Angebot an alkoholischen Getränken. Allzu viel "vorglühen" musste wetterbedingt aber keiner.

Die Temperaturen fielen keineswegs auf die ursprünglich mal vorhergesagten zweistelligen Minusgrade. Der Start ins neue Jahr erwies sich als gar nicht so frostig. Wer dennoch ein bisschen fror, konnte sich von innen mit Glühwein oder ein wenig härteren Sachen "aufwärmen". Für die ganz Kälteempfindlichen hatten die Organisatoren der Silvesterparty auf dem Marktplatz einige mobile Heizgeräte aufgestellt.

Die Vereine, der FC Ovi-Teunz, der Handballverein und die Oberviechtacher "Bierbüffel", hatten alles gut im Griff. Es gab reichlich zu essen und zu trinken, für Musik sorgten zwei DJs, die von einem bunt illuminierten Lkw aus die Stimmung steuerten.

Die beiden DJs trugen der allgemeinen Silvester-Nostalgie Rechnung und luden mit alten Songs aus dem vorigen Jahrhundert zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. Doch auch die Jugend kam mit Hard Rock auf ihre Kosten. Nach dem Countdown um Mitternacht lagen sich viele spontan in den Armen, stießen mit einem Glas Sekt in der Hand auf das neue Jahr an oder wünschten sich eher formell per Handschlag ein "gutes Neues" und "vor allen Dingen Gesundheit".

Viel Munition

Während auf der Festmeile am Marktplatz Feuerwerkskörper keinen Platz hatten, krachte es rundherum ganz gewaltig. Raketen erhellten den Nachthimmel, und einige sparten zu Jahresbeginn nicht mit Munition. "Eine gelungene Silvesterparty", meinten viele, als in den frühen Morgenstunden doch Kälte und Müdigkeit über die Feierlaune siegten.
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