Osteopath als Mechaniker des menschlichen Körpers - Lukas Schreyer referiert
"Inspektion" mit Mobilitätstest

Kindergartenleiterin Sabine Forster bedankte sich bei Lukas Schreyer für seine Ausführungen zum Thema "Osteopathie". Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
31.10.2014
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"Der Osteopath ist ein Mechaniker des menschlichen Körpers." So stellte sich Lukas Schreyer aus Weiden in der Turnhalle des Kindergartens St. Marien vor. Das Thema "Osteopathie" war das Wunschthema der Eltern. Leiterin Sabine Forster freute sich, mit dem Physiotherapeuten einen kompetenten Fachmann gewinnen zu können.

Dieser ging zunächst auf die Ursprünge der alternativen Heilmethode ein, die von dem Schulmediziner Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt wurde. Nach dem Tod von zwei seiner neun Kinder begann er, über den Köper als Ganzes nachzudenken. Als Prinzipien der Osteopathie gelten, dass der Körper eine Funktionseinheit darstellt und die Rolle der Arterie und damit des Blutflusses sehr wichtig sei. Letztlich besitze der Körper die Fähigkeit zur Selbstregulation und strebe die Heilung an.

Schreyer zeigte anschaulich die "Vernetztheit" von Organen, Gelenken, Muskeln, Knochen und Bändern auf und stellte fest: "Wenn im Körper irgendwo eine Auffälligkeit ist, reagiert er." Eine Muskelverspannung in der Wade könne auch Verspannungen im Nacken nach sich ziehen, verdeutlichte er. Bei der Behandlung sehe sich der Osteopath den gesamten Körper an, von Gelenken, Muskeln und Knochen bis zu den Organen. Genaue Anamnese, Vitalitätstests und Mobilitätstests ergänzen diese Körperinspektion, um Spannungen im Körper aufzudecken und die Gelenke und Organe wieder zu mobilisieren. "Das Ziel ist, die Auffälligkeiten zu normalisieren, so dass der Körper wieder die Möglichkeit der Autoregulation erhält", fasste Schreyer zusammen.

Er ging auch auf die Auswirkungen des "Geburtstraumas" ein, das zu Problemen führen könne. Allergien, Asthma, Augenprobleme, Defizite in der motorischen Koordination sowie Lernschwierigkeiten seien nur einige Auffälligkeiten, die damit in Verbindung gebracht werden können.

Nach diesen aufschlussreichen Informationen bedankte sich Sabine Forster beim Referenten mit einem kleinen Präsent. An diesem Abend fand auch die Wahl des Elternbeirats von Kinderkrippe und Kindergarten statt (siehe Kasten).
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