Parken mit Erlebnischarakter

Früher versammelte sich am Hütgraben das Weidevieh - jetzt entsteht hier in Altstadtnähe ein Parkplatz. Der Pavillon bei der Bushaltestelle stadtauswärts (rechts oben) wird mit Sitzplätzen und E-Bike-Ladestation ausgestattet. Stellplätze und der städtische Grund vor den Garagen (links) werden durch Granit-Großsteinpflaster mit Rasenfuge befestigt. Über die Querungshilfe der Staatsstraße geht es zur Schmiedgasse und von hier direkt zum Marktplatz.
Lokales
Oberviechtach
15.10.2014
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Wenn im Sommer 2015 das "Haus der Schwarzstiftung" öffnet, präsentiert sich auch ein Teil der"Stodlmeile" im neuen Design. Der Stadtrat lässt sich die Umgestaltung des Hütgrabens einiges kosten. 450 000 Euro an Eigenmittel sind jedoch nicht nur für 26 neue Parkplätze zu berappen.

Bei der Altstadtsanierung steht derzeit die Ordnungsmaßnahme "Entlastungs-Stellplätze im Hütgraben" im Fokus. Da jedoch auch eine Querungshilfe über die Staatsstraße notwendig ist, der marode Stadtbach-Durchlass neu gebaut werden muss und der städtische Grund vor den privaten Stadeln/Garagen gepflastert werden soll, wurde eine neue Planung fällig.

Wer zahlt, noch offen

Statt der ursprünglich veranschlagten 360 000 Euro muss nun mit 625 000 Euro gerechnet werden. Wie Amtsrat Peter Spichtinger ausführte, gibt es für die städtebauliche Maßnahme einen Zuschuss von 375 000 Euro. Zu den 250 000 Euro, welche die Stadt zu tragen hat, kommen noch rund 200 000 Euro für Querungshilfe und Durchlass. "Für die Querung gibt's 17 000 Euro Förderung", informierte Bürgermeister Weigl. Wer allerdings die neuen Rohre, plus weiterer Kosten für den Bach unter der Staatsstraße bezahlt (Stadt oder Straßenbauamt) ist noch offen.

"Ich hoffe darauf, noch einige tausend Euro einsparen zu können", erklärte Weigl. Einige Bäume und Bänke seien schon gestrichen. Bei der Qualität der Pflastersteine sollte jedoch der Rotstift nicht angesetzt, sondern mit Granit etwas "dauerhaftes" verlegt werden. Dieser Auffassung sei auch Baudirektorin Birgitt Niegl von der Regierung der Oberpfalz. Wie Peter Spichtinger von der Besprechung am 22. September berichtete, habe Niegl sogar angeregt, die Befestigung bei den privaten Garagen nicht mit Betonpflaster, sondern ebenfalls in Granit-Großsteinpflaster auszuführen. Auch mit der Kostenmehrung sei sie einverstanden. Baubeginn soll im Frühjahr sein; Abschluss im Juli/August 2015.

"Wenn Sie heute mit Plan und Kosten einverstanden sind, dann können wir das Büro Wild & Wilnhammer mit der Ausschreibung beauftragen", sagte der Bürgermeister und gab die Diskussionsrunde an die Stadträte frei. Diese hatten einen ausführlichen Vorlagebericht erhalten und richteten nur wenige Fragen an den anwesenden Stadtplaner Thomas Wilnhammer. Stefan Schwander fragte nach, ob auch Panzer durch die Querungshilfe auf der Staatsstraße kommen. "Wir haben genügend Breite eingeplant, denn hin und wieder besucht uns ein Leopard", erwiderte Peter Spichtinger schmunzelnd. Barbara Ruhland fragte zur Ausgestaltung der Bushaltestelle nach und hatte ihre Zweifel, ob das Ein- und Aussteigen auf der Fahrbahn eine gute Lösung ist.

"Wir haben mit allen Fachstellen lange daran ,herumgediftelt' und sind überzeugt, dass der Verkehr hier langsamer wird", erklärte Bürgermeister Heinz Weigl. "Die Fachleute vom Straßenbauamt wissen was sie tun!", meinte er zu einer Wortmeldung von Dr. Alexander Ried, der die Haltestelle im Querungsbereich nicht optimal findet. Christian Schneider kam nochmals auf die höheren Kosten zu sprechen. Statt mit 190 000 Euro sei die Stadt jetzt mit circa 425 000 Euro dabei. "Herr Wild hat uns damals nur eine Kostenaufstellung für die geplante ISEK-Maßnahme gemacht. Jetzt haben wir einen neuen Bewilligungsantrag mit einem höheren Bauumfang", verdeutlichte Peter Spichtinger.

Zwei Gegenstimmen

"Es ist keine Kostensteigerung, sondern eine Steigerung der Maßnahmen", meinte Josef Lohrer. Die Projekte seien eine Bereicherung für die Stadt, auch im Hinblick auf die Einheit mit dem Haus der Schwarzstiftung und der geplanten Ampelregelung in der Nunzenrieder Straße. Mit zwei Gegenstimmen (Dr. Alexander Ried und Tobias Ehrenfried) wurden die Maßnahmen beschlossen.
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