Pfade auf Papier gebannt

Vermessungsdirektor Wilfried Knaut (Leiter des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Cham), Landrat Franz Löffler, Staatssekretär Albert Füracker, Bürgermeisterin Karin Bucher und MdL Dr. Karl Vetter (von links) halten die neuen Karten für einen flächendeckenden Überblick schon in Händen. Damit können Wanderer in den Landkreisen Schwandorf und Cham jetzt überall auf Nummer sicher gehen. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
24.11.2014
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Wer sich in den Landkreisen Schwandorf und Cham nicht verirren will, hat jetzt gute Karten, und zwar topografische. Detailreich und mit "Schummerung" versehen, sind diese Pläne wichtige Hilfsmittel, meint Finanzstaatssekretär Albert Füracker.

Die neuen topografischen Karten, die die Landkreise Cham und Schwandorf nun vollständig aktuell abbilden, stellte Finanzstaatssekretär Albert Füracker am Donnerstag bei einem Pressetermin vor. "Die amtlichen topografischen Karten sind für Einheimische und Touristen ein wichtiger Ratgeber für Planungen und Ausflüge," machte er deutlich. "Auch im Zeitalter von Smartphones und Apps sind gedruckte Karten auf Papier nach wie vor unverzichtbar." Die Neuerscheinungen der amtlichen topographischen Karten sind im Maßstab 1:25.000 erstellt und umfassen das Gelände im Bereich von Oberviechtach, Waldmünchen, Cham und Neukirchen beim Heiligen Blut.

Aus den digital vorliegenden Geodaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung werden Kartenserien in verschiedenen Maßstäben abgeleitet. So sei für jede Zielgruppe etwas dabei: Wanderer, Radler, Autofahrer oder Planer. Die neuen Karten der Kartenserie "ATK25" bieten demanch ein sehr detailliertes Bild einer Fläche von rund 16000 Quadratkilometern. "Die Landkreise Cham und Schwandorf sind nun vollständig durch neue und ganz aktuelle Karten abgebildet", stellte Füracker fest.

"Etwa 3000 Kilometer Wanderwege und über 1200 Kilometer Radwege sind allein auf der Oberpfälzer Seite in den Karten farblich gekennzeichnet", betonte der Staatssekretär.

Dazu gehöre etwa der Prädikatswanderweg "Goldsteig", der bayerisch-böhmische Freundschaftsweg oder der Radwanderweg "Grünes Dach". Darüber hinaus würden weitere Sehenswürdigkeiten abgebildet, wie historische Ortskerne, Wallfahrtskirchen, Besucherbergwerke oder Burgruinen. Füracker nannte beispielhaft die Ruinen Frauenstein und Reichenstein, das Besucherbergwerk Fürstenzeche, den Drachenturm oder den Drachensee.

Für GPS-Anwender sei ein exaktes UTM-Koordinatengitter ebenso selbstverständlich wie die sogenannte Schummerung, die Berge und Täler plastisch erscheinen lasse. Die ersten neuen Kartenexemplare händigte Füracker an Vertreter der Kommunalpolitik aus. Die neuen Karten sind zum Preis von jeweils 8,90 Euro im Buchhandel oder im Internet erhältlich.

Bis Ende 2016 soll Bayern flächendeckend in 237 Blättern abgebildet sein. Bislang liegen bereits über die Hälfte der neuen Kartenblätter vor. Die Oberpfalz wird dabei bereits bis Frühjahr 2015 komplett abgedeckt.
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