Pflegende Angehörige von Demenzkranken brauchen regelmäßige Pausen - Sprechstunde
Kräfte sammeln unerlässlich

Lokales
Oberviechtach
10.12.2014
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Wer demenzkranke Angehörige pflegt, steht enorm unter Druck.

Wie dringend die Pfleger eine Auszeit brauchen, verdeutlichte Diplom-Sozialpädagogin Juliane Wudtke von der Fachstelle für pflegende Angehörige der Caritas-Sozialstation bei der Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins. Die Sozialpädagogin zeigte nach den Informationen des Vorsitzenden, Stadtpfarrer Alfons Kaufmann, zu Regularien das Krankheitsbild "Demenz" auf. Sie verwies auf Möglichkeiten zur Behandlung und hatte Fallbeispiele parat, um die Symptome zu beleuchten.

An diesen Beispielen könne man die enorme Belastung erkennen, der die pflegenen Angehörigen von demenzkranken Menschen ausgesetzt sind. Deshalb sei es in solchen Fällen wichtig, dass die Pflegenden selbst zwischendurch, aber regelmäßig kleine Auszeiten nehmen, um wieder neue Kräfte sammeln zu können.

Als mögliche Entlastungsangebote nannte Wudtke die Einzelfallhilfe und Betreuungsgruppen, die auch von der Caritas-Sozialstation angeboten werden. Auch Tagespflege oder Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können in Frage kommen. Für allgemeine wie auch persönliche Fragen, verwies die Rednerin auf die "offene Sprechstunde" in der Caritas-Sozialstation in Oberviechtach.

Jeden Mittwoch, von 13 bis 15 Uhr, können sich dort Betroffene, Angehörige oder Bezugspersonen ohne vorherige Anmeldung kostenlos und neutral zu Themen rund um Vorsorge, Krankheit und Pflegebedürftigkeit informieren und beraten lassen.
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