Pipeline erfordert Übung

Feuerwehrmänner bauten die Tauchwände zusammen und setzten sie dann in die Ascha, um das Öl zu stoppen. Bild: weu
Lokales
Oberviechtach
08.12.2014
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Die Einsatzmeldung "Ausgelaufenes Rohöl im Bereich der Mero-Fernleitung bei Untereppenried" setzte am Samstagvormittag zehn Feuerwehren in Marsch. Bei dieser Übung sollten die internen Kommunikationswege sowie die Zusammenarbeit der Katastrophenschutz-Einheiten überprüft werden.

Die Integrierten Leitstelle (ILS) Amberg löste den Ölalarm aus und nahm auch Verbindung zur Mero-Leitzentrale in Vohburg auf. Etwa zur gleichen Zeit signalisierten die Leck-Erkennungssysteme in der Leitzentrale der Mero in Vohburg ein Leck im Abschnitt B 20 und schalteten gemäß Notabschalteplan die Leitung ab. Innerhalb kürzester Zeit wurde im Feuerwehrgerätehaus Oberviechtach eine Befehls- und Sammelstelle eingerichtet, in der Vertreter der Feuerwehr, der Mero sowie Stefan Jahreiß vom Landratsamt Schwandorf erste Ansprechpartner waren.

Nach Alarmierung mit genauem Auftrag nahmen die Feuerwehren Winklarn, Dieterskirchen, Prackendorf, Bach, Bodenwöhr, Schönsee, Cham, Roding und Furth im Wald ihre Arbeit auf. Sie brachten die Tauchwände als Ölsperren bei der Pottenhofer Mühle in die Ascha ein und hielten Ölabsaugungs- und -entsorgungsgerät bereit. Auch zur Lecksuche, Lagebeurteilung vor Ort und Lagemeldung waren Feuerwehren eingeteilt. Nachdem alle Einheiten unter der Leitung von Kreisbrandmeister Richard Fleck den Vollzug ihrer Aufgaben gemeldet hatten und die Ölsperren durch Feuerwehrführung und Manfred Grzemba von der Mero-Verwaltung besichtigt wurden, wurde das "Manöver" beendet.

Verbesserungen finden

"Bei den Übungen geht es vor allem darum, regelmäßig festzustellen, in welchen Bereichen noch Verbesserungen vorgenommen werden müssen", betonte Manfred Grzemba bei der Kontrolle der Ölsperren. Nach Maßgabe des Bayrischen Staatsministeriums, der Bezirksregierungen und der Landratsämter finden regelmäßig solche Vollübungen statt, bei denen unter Bedingungen des Ernstfalls jeweils ein gesamter Schieberabschnitt beübt wird.
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