Platz für elf neue Wohnhäuser

Mit der beschlossenen 14. Änderung des Bebauungsplans "Sandradl II" herrscht nun Baurecht am Areal beim Schützenheim (links). Einige Bauinteressenten sind schon vorgemerkt. Bild: Portner
Lokales
Oberviechtach
12.02.2015
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Die 14. Änderung des Bebauungsplans "Sandradl" ist durch. Damit wird für elf Parzellen Baurecht geschaffen. Vorgesehen ist ein reines Wohnbaugebiet. Möglich wird dies erst durch die geplante Einhausung des bestehenden Schützenheims zur Vermeidung von Schießlärm.

Gleich mehrfach war in der Stadtratssitzung am Dienstagabend die Erleichterung zu spüren. Nicht nur deshalb, weil nun das Thema "Sandradl" vom Tisch ist und die bereits vorgemerkten Bauinteressenten aussichtsreiche Perspektiven haben. Auch das umfangreiche Planwerk "Flächennutzungsplan/Landschaftsplan" ist in trockenen Tüchern. Nachdem das Landratsamt den Plan ohne Auflagen genehmigt hat, trat die Änderung mit der Bekanntmachung am 15. Januar in Kraft.

Planwerk überreicht

Amtsrat Peter Spichtinger händigte das Planwerk an die Fraktionssprecher Stefan Schwander und Josef Lohrer aus. Bürgermeister Heinz Weigl kündigte an, dass diese wichtige Bauleitplanung für die nächsten Jahre demnächst an alle Stadträte als CD übergeben wird. Reine Formsache war die Bestätigung der wiedergewählten Kommandanten der Feuerwehr Langau, Stefan Bösl und Ludwig Spießl, durch den Stadtrat.

"Wir wollen heute die Satzung beschließen und damit im Sandradl Baurecht schaffen", leitete Bürgermeister Heinz Weigl zum Thema "14. Änderung des Bebauungsplans Sandradl II" über. Bei der öffentlichen Auslegung wurde im Zug der Bürgerbeteiligung von der Möglichkeit der Einsichtnahme kein Gebrauch gemacht, informierte Bauamtsleiter Peter Spichtinger. Bei den Behörden und den sogenannten "Trägern öffentlicher Belange" wurden 17 Stellen angeschrieben; 13 Stellungnahmen kamen zurück, darunter elf ohne Einwände.

Einzig die Immissionsschutzbehörde beim Landratsamt Schwandorf meldete zwei Einwände, eine Anregung und einen Hinweis an, mit denen sich der Stadtrat am Dienstagabend zu befassen hatte. Der städtische Bauausschuss hatte sich allerdings schon im Vorfeld damit auseinander gesetzt und entsprechende Empfehlungsbeschlüsse an den Stadtrat erarbeitet. Eine "Konfliktsituation zwischen Wohnen und Gewerbe" sieht der Stadtrat im Gegensatz zum Immissionsschutz nicht. Die elf Bauparzellen werden bis zum Inkrafttreten des Bebauungsplans im Eigentum der Stadt stehen und auch von der Stadt vermarktet.

Problematisch erscheinen der Immissionsschutzbehörde auch die fünf Stellplätze entlang der Bauparzellen 7 bis 11. Laut Spichtinger ist geplant, in diesem Bereich - um die Straße nicht aufgraben zu müssen - einen Versorgungsstreifen für die Unterbringung aller Ver- und Entsorgungsleitungen anzulegen. Die Decke des Versorgungsstreifens bietet sich als Stellplätze für die Besucher der dahinterliegenden Wohneinheiten an. Die Plätze sollen nicht als öffentliche Parkflächen ausgewiesen werden. Als Anregung ohne Beschlussfassung wertete der Stadtrat den Hinweis zu einer "lärmabgewandten Grundrissorientierung", nachdem an der östlichen Grenze der Wohnbaufläche die Lärmrichtwerte geringfügig überschritten werden.

Kein Schießbetrieb

Eine längere Diskussion entwickelte sich zum Hinweis, dass die Wohnnutzung auf den neuen Bauparzellen erst aufgenommen werden darf, wenn die Schießanlage lärmtechnisch eingehaust ist. Das Gremium war jedoch der Meinung, diesen Hinweis nicht in die Satzung aufzunehmen. Tenor: Man wolle so schnell wie möglich Baurecht schaffen und Fakt sei auch, dass der Schießbetrieb erst wieder aufgenommen werden darf, wenn alle Schießstände in geschlossenen Räumen untergebracht sind.
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