Politik-Einblick aus erster Hand

Aufmerksam lauschten die Schüler der zehnten Klasse den Worten von MdB Karl Holmeier (stehend, links) der sich all ihren Fragen stellte. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
18.05.2015
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Die Fragen prasselten nur so auf Karl Holmeier herein: Beim Europatag an der Doktor-Eisenbarth-Schule stand der CSU-Bundestagsabgeordnete den Zehntklässlern Rede und Antwort. So wollten die Schüler wissen, warum er eigentlich Politik macht.

Für die Schüler aus den zehnten Klasse war es schon ein besonderer Unterrichtstag, als Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier ihnen am Europatag "Politik aus erster Hand" lieferte. Er schilderte den Schülern, die von Klassenleiter Werner Winderl auf diesen Tag vorbereitet wurden, dass er schon durch die Familie "politisch vorbelastet" gewesen sei. Auch sein Vater sei Bürgermeister gewesen, und auch er habe sich zunächst vom JU-Vorsitzenden zum Bürgermeister von Weiding (Landkreis Cham) "hochgedient", ehe er 2008 in den Landtag und 2009 in den Bundestag einzog.

Dann aber hatten die Schüler das Wort und sie wollten von Karl Holmeier wissen, ob das Politikgeschäft ihn persönlich verändert habe. Er hoffe nicht, gab der Abgeordnete zu verstehen. Ihm sei Bürgernähe stets ein Anliegen gewesen und er wolle nie vergesse, wo er herkomme. Auf die Frage "Warum bei der CSU?" antwortete der MdB, dass er sich hier gut aufgehoben fühle. Letztendlich aber sei Politik immer ein Kompromiss und es werde nie möglich sein, es allen recht zu machen.

Befragt nach den derzeit größten politischen Herausforderungen im Land, nannte Holmeier die soziale und wirtschaftliche Stabilität, die Sicherheit und das gute Miteinander in Europa sowie den Umgang mit Flüchtlingen aus Kriegsregionen. Auch das Bemühen um eine gute Bildung gehöre dazu. In diesem Zusammenhang macht der Bundespolitiker der Doktor-Eisenbarth-Schule ein großes Kompliment: Sie sei sehr gut geführt und organisiert. An dieser "Vorzeigeschule" könnten die jungen Menschen das bestmögliche Rüstzeug für ihr Berufsleben und das Leben erwerben.

Bei weitere Fragen wie "Warum zahlen wir immer noch an Griechenland?" oder warum bei Massakern in Krisengebieten nicht eingegriffen werde, musste Karl Holmeier weiter ausholen, und die Schüler zeigten sich dankbar für diese Unterrichtsstunde in politischer Bildung, die nicht nur lehrreich war, sondern auch Spaß bereitet hatte. Begleitet wurde Holmeier an diesem Tag von der ungarischen Studentin Katalin Tiszta, die aktuell bei ihm ein Praktikum absolviert.
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