Preisgekrönte "Himmelsstrahlen"

Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf stellte die preisgekrönte Aufnahme vor und überreichte Florian Bauer die Siegerurkunde. Bild: hfz
Lokales
Oberviechtach
08.12.2015
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"Als würde der liebe Gott zu mir rüber schauen." So beschreibt Florian Bauer sein Bild. Mit dem Motiv "Himmelsstrahlen in der Waldlichtung" gewann der Elfjährige aus Oberviechtach den landesweiten Fotowettbewerb "Natur im Fokus".

Florians Siegerbild verbreitet eine ganz besondere Atmosphäre. Der Betrachter sieht einen verschneiten Wald mit knorrigen Stämmen, zwischen denen die untergehende Sonne ihre Strahlen hindurch schickt. Entstanden ist das Foto am Rosenmontag auf dem Frauenstein bei Winklarn.

Lieblingsplatz punktet

Der bayernweite Jugend-Fotowettbewerb "Natur im Fokus" wurde im Jahr 2007 vom Museum Mensch und Natur ins Leben gerufen und wird seit 2010 gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltministerium veranstaltet. Er richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren, mit dem Ziel, möglichst viele junge Menschen wieder hinaus in die Natur zu bringen, um Flora und Fauna der Heimat zu entdecken.

Ende November wurden nun die Sieger durch Ulrike Scharf, Staatsministerin für Umwelt und Verbraucher-schutz und dem Museumsleiter Dr. Michael Apel, in München auf Schloss Nymphenburg ausgezeichnet. In der Kategorie "Mein Lieblingsplatz in der Natur" gewann der elf-jährige Gymnasiast Florian Bauer aus Oberviechtach die Altersklasse 11 bis 14 Jahre mit einem Bild vom Winterwald auf dem Frauenstein. Das ist umso bemerkenswerter, weil er in seiner Altersklasse der jüngste Teilnehmer war und diese Altersklasse mit Abstand die meisten Einsendungen zu verzeichnen hatte. Ein zweites Bild von ihm ("Hummel auf Purpurenzian") verpasste nur knapp die Siegerränge - immerhin gab es auch dafür eine Urkunde.

In einem kurzen Interview vergaß er nicht, den Fotoclub Nabburg zu erwähnen, wo er seit kurzem jüngstes Mitglied ist. Das Bild entstand letzten Winter bei einer Fotoexkursion mit Schneeschuhen auf dem Weg von Altenschneeberg hinauf zum Frauenstein. Natürlich ließ es sich auch Natur- und Landschaftsführer und Hobbyfotograf Siegi Filipp aus Schönsee nicht nehmen, seinen Schützling an seinem großen Tag zur Preisverleihung zu begleiten, um dann in der Heimat davon berichten zu können.

Als Siegerpreis erhielt Florian ein Natur-Erlebniswochenende am "Alpinen Studienplatz" der Jugendherberge Mittenwald, einschließlich einem Fotoseminar mit dem bekannten Naturfotografen Florian Möller. Daneben gewannen alle Sieger einen Fotoband "Wildlife - die weltbesten Naturfotos des Jahres". Hierzu machte Museumsleiter Apel den jungen Künstlern ein klein wenig Hoffnung, denn zwei der Fotografen im Bildband haben ihre internationale Karriere mit einem Siegerbild bei "Natur im Fokus" begonnen.

Lob der Ministerin

Ministerin Ulrike Scharf brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass immerhin 660 Fotografen rund 1500 Bilder eingereicht haben, was wieder eine deutliche Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr bedeutet: "Allen 22 Preisträgern sind persönliche und ausdrucksvolle Aufnahmen geglückt, die das ungebrochene Interesse für Natur und Umwelt widerspiegeln." Sie sprach ihre Teilnahme am UN-Klimagipfel an, wo es um nicht weniger, als um das Umweltbewusstsein jedes einzelnen und sogar um die Zukunft der Menschheit geht. Aber dazu müsse zunächst einmal ein Umdenken in den Köpfen der Menschen in Gang kommen. Weshalb es besonders wichtig sei, gerade bei den Jüngsten damit anzufangen.

Der Fotowettbewerb "Natur im Fokus" sei ein gutes Beispiel dafür, wie man Kinder und Jugendliche für die wertvolle Natur sensibilisieren kann, frei nach den Motto: "Nur was man kennt, das schützt man auch." Mit der Preisverleihung wurde gleichzeitig die Sonderausstellung mit den Bildern der Preisträger eröffnet. Sie ist bis zum 28. Februar im Museum "Mensch und Natur" im Schloss Nymphenburg in München zu sehen. Die Gewinnerfotos werden nächstes Jahr auch in bayerischen Umweltbildungseinrichtungen gezeigt und kommen auch in die Oberpfalz. Wer nicht so lange warten möchte, kann die Bilder im Internet auf www.natur-im-fokus.bayern.de in Ruhe betrachten.
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