Rechtspfleger bleibt vor Ort

Lokales
Oberviechtach
03.09.2015
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Das Amtsgericht Oberviechtach ist seit einer Woche Geschichte. Damit die Bürger bei Problemen und Anträgen nicht nach Schwandorf fahren müssen, hat die Stadt eine Lösung gefunden. Bürgermeister Heinz Weigl klärte nun offene Fragen mit dem neuen Präsidenten des Landgerichts Amberg.

Am 31. August wurde das Amtsgericht Oberviechtach offiziell aufgelöst. Damit ist nun auch die letzte noch verbliebene Zweigstelle im Landkreis Geschichte. Zur Klärung anstehender Fragen hatte Bürgermeister Heinz Weigl den neuen Präsidenten des Landgerichts Amberg, Harald Riedl, sowie Richter Ewald Ebersperger und Geschäftsstellenleiter Anton Ruhland ins Rathaus eingeladen.

Chance für junge Leute

In lockerer Runde wurde auf die Schließung des Amtsgerichts geblickt, die bereits im Jahre 2008 im Raum stand. Für die Abwicklung des Umzugs des Amtsgerichts war das Amberger Landgericht zuständig, die Sanierung und weitere Planung des Hauses in eine Grundbuch-Umschreibungsstelle (wir berichteten) liegt in den Händen des Oberlandesgerichts München. Die dadurch entstehenden 20 bis 25 Arbeitsplätze werden von Bürgermeister Heinz Weigl sehr begrüßt. Er hofft, dass der vorgesehene Zehn-Jahres-Vertrag verlängert wird und dass ähnliche Behördenverlagerungen auf das flache Land folgen.

In diesem Zusammenhang betonte Anton Ruhland, dass die Schwandorfer Hauptstelle das Ausbildungsgericht für Rechtspfleger ist. Dieser Beruf sei zukunftsfähig und ermögliche es jungen Leuten, in der Region zu bleiben und einen anspruchsvollen Beruf auszuüben.

Als Service für die Bevölkerung stellt die Stadt Räumlichkeiten im Rathaus zur Verfügung, in denen alle zwei Wochen Rechtspfleger Marko Hermann aus Schwandorf anstehende Probleme und Anträge bearbeiten kann. Es wurde angeregt, die Koordinierung der Termine eventuell über die Verwaltung der Stadt abzuwickeln.

Individuelle Termine

Sobald alles eingerichtet ist und der Zugriff auf das EDV-Netz der Justiz möglich ist, wird der Rechtspfleger seine Arbeit aufnehmen. Die Zeiten werden über die Tageszeitung mitgeteilt. Mit Terminen, auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten, könne man auch den individuellen Bedürfnissen der Ratsuchenden entgegenkommen.

Abschließend besichtigten die Gäste das Zimmer im Obergeschoss des Rathauses, in dem Rechtspfleger Hermann seine Beratungstätigkeit ausüben wird.
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