Referat von GdP-Bezirksvorsitzenden Gerhard Knorr - Nachbesserungen
Schichtdienst früher beenden

Wir haben für unsere Mitglieder schon viel erreicht. Nun müssen wir mit Augenmaß an die neuen Herausforderungen herangehen, speziell die Kollegen im Schichtdienst dürfen gesundheitlich nicht überfordert werden.
Lokales
Oberviechtach
14.11.2015
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Mit einem Dank an den bisherigen Vorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Oberviechtach-Neunburg begann der Bezirksgruppenvorsitzende Gerhard Knorr sein Referat. Er beleuchtete dabei die derzeitige Situation in der bayerischen Polizei, in der gerade in den vergangenen Jahren dank guter Gewerkschaftsarbeit für die Beamten und Pensionäre viel erreicht werden konnte.

War vor einem Jahr die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bei den Beamten kein großes Thema mehr, so werde nun, nicht zuletzt auch wegen des Flüchtlingszustroms, fast jeder Antrag auf Verlängerung der Lebensarbeitszeit genehmigt. Leider werde die Erhöhung der Zulage "Dienst zu ungünstigen Zeiten" auf eine annehmbare und zeitgemäße Stundenvergütung immer noch in Frage gestellt. In diesem Bereich müsse unbedingt nachgebessert werden, so Knorr.

Eines der größten Probleme, so der Bezirksgruppenvorsitzende, sei die Belastung der Beamten im Schichtdienst, die nachweislich auf Dauer gesundheitliche Schädigungen hervorrufe. Dieser Belastung könne durch eine Herabsetzung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden, verbunden mit einer früheren Herauslösung aus dem Schichtdienst, begegnet werden. "Wir haben für unsere Mitglieder schon viel erreicht. Nun müssen wir mit Augenmaß an die neuen Herausforderungen herangehen, speziell die Kollegen im Schichtdienst dürfen gesundheitlich nicht überfordert werden", betonte der Redner.

Dass engagierte Gewerkschaftsarbeit auch erfolgreich sei, so Knorr, sei an der erreichten Erhöhung der Bezüge zu sehen (im März 2015 um 2,1 Prozent). Im März 2016 steigen diese noch einmal um 2,3 Prozent und was noch wichtiger sei, um "mindestens 75 Euro". Dies komme vor allen Dingen den unteren Gehaltsgruppen zugute. Hervorzuheben sei auch, dass nun die Zusatzversorgung für die Beamten bis in das Jahr 2024 hinein festgeschrieben ist und daran nicht mehr gerüttelt werden kann.

Knorr appellierte an die Beamten der Kreisgruppe Oberviechtach-Neunburg, am 21. Juni 2016 ihr Wahlrecht bei der Wahl des Personalrates wahrzunehmen.
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