Reges Treiben am Bausektor

Der Bauausschuss begutachtete die Pflasterstein-Muster für die Flächen im Hütgraben. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
21.05.2015
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Ein Ortstermin stand am Beginn und am Ende der Sitzung des Bauausschusses. Dazwischen erteilten die Stadträte zu erfreulich vielen Bauanträgen das gemeindliche Einvernehmen. Konträr diskutiert wurde dagegen ein Antrag auf Fällung von Ahornbäumen.

Der Bauausschuss traf sich am Beginn seiner öffentlichen Sitzung auf dem Bauhofgelände zur Bemusterung des Pflasters, das beim Parkplatz im Hütgraben und im Vorfeld der Scheunen verlegt werden soll. Im Sitzungssaal des Rathauses standen dann die Anträge der Bauwerber im Mittelpunkt. Der Ausschuss hatte keine Einwände zur Bauvoranfrage von Franz Meller aus Eigelsberg auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Ein-Mann-Kfz-Wartungbetrieb.

Sanierung der Fassade

Zu folgenden Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Alfred Morawitz aus Mitterlangau auf Abbruch und Neubau einer Garage mit Lager für Gartengeräte; Hans Grundler in der Bahnhofstraße auf Anbau einer Terrasse an das Wohnhaus; Reinhard Lößl auf Anbau eines Bürogebäudes im Industriegebiet West; Brunhilde und Willibald Hauser am Johannisberg auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle.

Ebenso gab es keine Einwände zu den Vorhaben von Johann Bronold in Lind auf Einhausung eines Fahrsilos, von Stephanie und Thomas Fuchs auf Neubau eines Einfamilienhauses in Oberviechtach sowie zum Antrag von Markus Scheuerer auf Ersatzneubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Mitterlangau. Sehr begrüßt wurde das Vorhaben der Inhaber eines ehemaligen Geschäftshauses in der Nabburger Straße (Thorbeck), die im Projekt Altstadtsanierung die Außenfassade sanieren wollen sowie auch der Umbau und die Sanierung eines landwirtschaftlichen Gebäudes im Mühlweg in Oberviechtach. In der Pfarrer-von-Miller-Straße wird ein Teil der Stützmauer zurückgebaut und dort ein Stellplatz für ein Nebengebäude errichtet.

Bäume stören

Diskussionsbedarf bestand bei zwei Anträgen auf Fällung von Bäumen in Lind durch Herbert Reger ("Taverne") und Hans Reger (Schreinermeister). Beim Ortstermin hinter dem Feuerwehrhaus teilte die PWG/SPD/JW-Fraktion die Bedenken von Herbert Reger, dass die drei Ahornbäume bei einem Sturm auf sein Haus fallen könnten. Diese werden durch einen Mehrheitsbeschluss nun auch der Säge zum Opfer fallen. Die CSU/CWG/Aktive-Fraktion hingegen sah die Bäume als gesund und standfest an und wies darauf hin, dass für die Fällung kein Kriterium aus der Baumschutzordnung zugrunde gelegt werden könne. "Wir sollten die Baumschutzverordnung abschaffen, denn bei Anträgen wird sowieso immer nur nach Gutdünken und nicht nach den Vorgaben entschieden", monierte Dr. Alexander Ried (CSU).

Hans Reger hatte einen Antrag auf Fällen eines Baumes nahe der Wasserzisterne, die von der Feuerwehr genutzt wird, gestellt. Hier bestehe der Verdacht, dass die Wurzeln die Zisterne beschädigt haben, da diese nur noch bis zu einem Drittel gefüllt sei. Dies müsse abgeklärt werden, sagte Bürgermeister Heinz Weigl. Erst dann wird entscheiden, ob der Baum gefällt werden muss.
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