Regisseur Peter Ohlendorf am Ortenburg-Gymnasium - Dokumentarfilm zum "Tag der Menschenrechte"
Heimlich in rechter Konzertszene gefilmt

Zum "Tag der Menschenrechte" zeigte Regisseur Peter Ohlendorf (Mitte) seinen aufrüttelnden Film, der die Abläufe in der rechtsradikalen Konzertszene dokumentiert. Studiendirektor Matthias Schaller (links) und Studienrat Stephan Sturm (rechts) führten die Schüler in die Thematik ein. Bild: lg
Lokales
Oberviechtach
20.12.2014
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"Schule mit Courage" lautet das Prädikat, welches vor eineinhalb Jahren dem Ortenburg-Gymnasium verliehen wurde. Dem damit verbundenen Titel "Schule gegen Rassismus" entsprach die Gestaltung des "Tags der Menschenrechte", an den am OGO alljährlich mit einer besonderen Veranstaltung erinnert wird. Heuer wurde erneut der Regisseur des Dokumentarfilms "Blut muss fließen" geladen, bei dem verdeckt in der rechtsradikalen Konzertszene gedreht wurde.

Regisseur Peter Ohlendorf stand sowohl bei der öffentlichen Vorführung dieses Berlinale-Films von 2012 in der Mensa als auch bei den Schüler-Präsentationen für die 9. und 10. Jahrgangsstufe für Gespräche zur Verfügung. Stellvertretender Schulleiter Matthias Schaller und Studienrat Stephan Sturm als Projektleiter von "Schule mit Courage" stellten den Regisseur vor und führten in die Thematik ein.

Der Dokumentarfilm, der nicht nur die rechtsradikale Rockszene in Deutschland erfasst, sondern auch in der Schweiz, Österreich und Ungarn, enthält hochbrisantes Material. "Undercover unter Nazis" offenbart die Abläufe dieser Nazi-Konzerte - von der konspirativen Einladung bis hin zur kurzfristigen Mitteilung des Veranstaltungsortes sowie den Abläufen und den Gesprächsthemen bei diesen Veranstaltungen, die "mitten unter uns" stattfinden, wie Ohlendorf bedauernd kundtut.

In der Diskussion interessierten sich die Schüler auch besonders für die technischen Abläufe dieser Undercover-Aufnahmen. Aber auch die aktuellen Vorfälle wie die Brandanschläge im mittelfränkischen Vorra oder die gegenwärtigen "Pegida"-Demonstrationsmärsche in Leipzig wurden in die engagierten Gespräche nach der Filmvorführung einbezogen.
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