Reserve für Afghanistan-Einsatz

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Mario Brux (links) zeichnete eine Reihe von Soldaten beim Jahresabschlussappell aus. Auch Beförderungen wurden ausgesprochen. Bild: frd
Lokales
Oberviechtach
16.12.2014
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2015 müssen die Soldaten der Grenzlandkaserne wieder mit einem Auftrag in Afghanistan rechnen. Ab 1. Juli stehen 250 Panzergrenadiere für ein halbes Jahr "auf Abruf bereit", nachdem sie als Reserve gemeldet sind. Eine gute Ausbildung ist dafür die beste Lebensversicherung.

Dass die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 auch ohne größere Auslandseinsätze ein Jahr voller Herausforderungen hinter sich haben, ging aus dem Jahresrückblick des Bataillonskommandeurs, Oberstleutnant Mario Brux hervor. Nach der Begrüßung zahlreicher Gäste aus dem zivilen Bereich stellte er den Rückblick an den Beginn des Jahresabschlussappells.

Pläne in der Schublade

Dass bei diesen Appellen neben den Bürgermeistern der Patengemeinden, auch einige Fahnenabordnungen der Reservisten und der Kriegervereine dabei sind, ist in Oberviechtach schon eine Selbstverständlichkeit. Mit ihrer Anwesenheit dokumentieren sie, dass sie hinter den Soldaten stehen und ihnen für ihren Einsatz für den Frieden in der Welt Respekt und Anerkennung zollen.

In seinem Rückblick ließ der Kommandeur noch einmal die unterschiedlichen Übungsvorhaben Revue passieren, die sich über die Grundausbildung, die Fernmeldeausbildung sowie die Themen "Kampf um Engen und Sperren", "Überwinden von Gewässern" bis hin zum Ausbildungsthema "Angriff" erstreckten. Daneben hatten auch hochrangige militärische und zivile Gäste das Bataillon besucht. Es wurde die Zusammenarbeit mit den Patenvereinen gepflegt, darunter das Maibaumaufstellen mit anschließendem Fest und das Feierliche Gelöbnis auf dem Oberviechtacher Marktplatz.

Zusammenfassend stellte Oberstleutnant Mario Brux fest: "Nach wie vor, und zukünftig ganz sicher noch viel mehr, wird Flexibilität und professionelle Gelassenheit gefragt sein, wobei die Sicherstellung des Einsatzauftrages oberstes Ziel sein muss".

Große Hoffnungen für den Bestand der Garnisonsstadt weckte Mario Brux mit dem Ausblick auf die infrastrukturellen Veränderungen in der Oberviechtacher Kaserne. Brux bestätigte, dass in den kommenden Monaten dort "einiges passieren" wird, wozu die Planungen schon in den Schubladen liegen und auch die Gelder dafür bereitgestellt sind.

Vorfreude auf Eröffnung

Mit großer Freude werde im April 2015 die Wiedereröffnung des Soldatenfreizeitheimes, verbunden mit der Feier "50 Jahre Grundsteinlegung Soldatenheim Oberviechtach", erwartet. Denn dann sei das Haus wieder die Begegnungsstätte der Bevölkerung mit den Soldaten und biete erweiterte Möglichkeiten für Feste und Feiern aller Art.

Mit einem Dank an die Soldaten, das Zivilpersonal in der Grenzlandkaserne und alle, die auch in diesem Jahr den Soldaten in irgendeiner Art zur Seite gestanden sind, leitete Oberstleutnant Brux zu zahlreichen Auszeichnung und Beförderung über. So konnten einige Soldaten "Bestpreise" und Förmliche Anerkennungen in Empfang nehmen. Einige wurden wegen ihren hervorragenden Sammelergebnissen für den "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" (Bericht folgt) ausgezeichnet und weitere Soldaten wurden zum nächsthöheren Dienstgrad befördert; bzw. bekamen die Eigenschaft eines Berufssoldaten übertragen.

Neue Band

Mit "Merry Christmas everyone" von der neu gegründeten Bataillonsband endete der Jahresabschlussappell. Im Anschluss daran traf sich der Kommandeur mit seinen Ehrengästen noch zu einem "Wärme-Glühweinschluck" im Offiziersheim.
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